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FLÜELI-RANFT: Jakobsweg soll wieder auf dem historischen Verlauf begehbar sein

Im Ranft wurde eine Fussgängerbrücke über die Melchaa mit dem Heli eingeflogen. Bis sie eröffnet wird, dauert es aber noch.
Marion Wannemacher
Die Fussgängerbrücke wird an der Stelle installiert, wo schon vor dem Hochwasser 2005 eine Brücke über die Melchaa führte. (Bild Florian Spichtig/PD)

Die Fussgängerbrücke wird an der Stelle installiert, wo schon vor dem Hochwasser 2005 eine Brücke über die Melchaa führte. (Bild Florian Spichtig/PD)

Die Einwohner im Ort Flüeli-Ranft sind daran gewöhnt, dass ab und zu mal Lasten mit dem Heli transportiert werden. Seien es Heubündel, die aus dem steilen und schwer zugänglichen Gelände im Ranft transportiert werden oder Baustoffe. Am Mittwochmittag wurde gleich eine ganze Stahlbrücke der Sarner Schlosserei Rohrer eingeflogen. Ihr Gewicht: 3,5 Tonnen. Sie wird an der Stelle installiert, wo bereits vor dem Hochwasser von 2005 eine Brücke stand. «Damit wird die wichtige Verbindung zwischen dem Ranft und dem Mösli wiederhergestellt, freut sich Urs Wallimann, Präsident von Obwaldner Wanderwege.

Historischer Jakobsweg

Der Verein hatte die Initiative für die Instandsetzung des alten Weges ergriffen, denn: «Viele Einheimische und Pilger hatten bedauert, dass dieser seit 2005 zerstört war», sagte Wallimann. Durch die Brücke wird auch der Jakobsweg rechtzeitig zum Bruder-Klausen-Jubiläum 2017 wieder seinen historischen Verlauf von der Kirche St. Ni-klausen durchs Mösli und zum Ranft hinunter nehmen können. Falls sich die bisherige provisorische Brücke aus Strommasten flussabwärts als weiterhin benutzbar erweist, wäre damit auch ein etwa 1,5 Kilometer langer Rundweg möglich.

Die Kosten für das Projekt Brücke samt Instandsetzung des Wanderwegs durchs Mösli schätzt Florian Spichtig, zuständiger Gemeinderat der Gemeinde Sachseln auf insgesamt 90 000 Franken. Die Brückenkonstruktion selbst kostet 30 000 Franken. An der Instandsetzung beteiligen sich die Gemeinden Kerns und federführend die Gemeinde Sachseln. Der Verein Obwaldner Wanderwege und zahlreiche Sponsoren unterstützen das Projekt, die Initianten hoffen noch auf weitere.

Flexibles Leitlager auf einer Seite

«Auch der Gemeinde Sachseln ist die Verbindung ein grosses Anliegen», sagt Spichtig. Bis Brücke und Wanderweg benutzbar sind, rechnen Urs Wallimann und Florian Spichtig allerdings noch mit rund zwei Monaten. Derzeit ist die Brücke gesperrt. Auf der Kernser Uferseite wird sie mit einem flexiblen Leitlager auf der Sachsler Seite fix installiert. «So ist die Brücke bei tektonischen Bewegungen geschützt», sagt Florian Spichtig. Die Instandsetzung der Wanderwege sind entsprechend aufwendig: Diese sollen die Normbreite von 90 Zentimetern erfüllen. Für Juni ist die feierliche Eröffnung des Weges geplant.

Marion Wannemacher

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