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FLÜELI-RANFT: Klausenhof: Betreiber übergibt Leitung an Sohn

Nach vierzig Jahren hat Bruno Lang den Klausenhof an seinen Sohn Stefan weitergegeben. Am bewährten Konzept des Familienbetriebs will dieser nichts verändern – aus gutem Grund.
Marion Wannemacher
Stefan Lang (links), neuer Betriebsleiter des Klausenhofs, mit seinem Vater Bruno. (Bild: Franziska Herger (Flüeli-Ranft, 15. Februar 2018))

Stefan Lang (links), neuer Betriebsleiter des Klausenhofs, mit seinem Vater Bruno. (Bild: Franziska Herger (Flüeli-Ranft, 15. Februar 2018))

Ein bisschen versteckt liegt er schon, der Klausenhof. In völliger Idylle und abgeschieden geniessen seine Gäste die Ruhe in Flüeli-Ranft. Wer das Hotel oder Restaurant besucht, kennt es häufig schon und kommt als Stammgast. Vor vierzig Jahren hat es Bruno Lang mit seiner Frau Juliana gebaut und mit der Familie dort bislang erfolgreich gewirtet. Der Klausenhof hat in den zehn Monaten pro Jahr, in denen er geöffnet ist, bei 70 Betten einen Auslastungsgrad zwischen 65 und 70 Prozent, im Jubiläumsjahr Bruder Klaus gar 75 Prozent. Mittlerweile hat Bruno Lang mit seiner Frau und Sohn Stefan eine AG gegründet und den Betrieb an den Junior weitergegeben, er selbst ist noch Verwaltungsratspräsident.

«Die Freude ist gross», sagt der 36-Jährige, der seit 2006 wieder im Familienbetrieb arbeitet. Stefan Lang wuchs im Flüeli auf, ging dort in den Kindergarten und zur Schule und machte eine Kochlehre in der Krone in Sarnen, wo er auch arbeitete, bis er sein Bürofachdiplom und die Hotelfachschule in Thun mit verschiedenen Praktika in Viersternehotels in Davos und Rapperswil absolviert hatte.

Am Konzept will er nicht rütteln. «Es ist bis jetzt immer erfolgreich gelaufen, da gibt es nichts zu ändern», sagt Stefan Lang. Froh sei er vor allem über die Unterstützung der Eltern und seiner Frau Antonia in Küche, Service und Büro.

«Den reinen Pilger gibt es nicht mehr»

Der Tourismus in Flüeli-Ranft hat sich in den vierzig Jahren, in denen Bruno Lang den Klausenhof führte, verändert. «Die Gäste heute bleiben nicht mehr so lang», erklären Vater und Sohn. Lag die durchschnittliche Verweildauer früher etwa bei einer Woche, liegt sie heute bei einer bis drei Nächten. Während früher 80 Prozent Pilgergruppen und Einzelgäste wegen Bruder Klaus kamen, seien dies heute weitaus weniger, betont Bruno Lang. Selbst die Wallfahrten seien anders geplant. «Früher kam eine Cargruppe mit drei Tagen Zeit für Bruder Klaus und den Ranft, jetzt ist es nur noch ein halber Tag, dafür findet die Umgebung mehr Beachtung. Bruder Klaus wird bleiben, aber den reinen Pilger gibt es nicht mehr. Er nimmt etwas mit vom Ort Flüeli-Ranft und geht vielleicht noch in die Berge.»

Von wo kommen die Gäste eigentlich aktuell in den Klausenhof? «Das sind immer noch 60 Prozent aus Deutschland und 30 Prozent aus der Schweiz. Man darf aber nicht vergessen, dass auch wir darauf angewiesen sind, das ein oder andere Loch mit Chinesengruppen zu stopfen. In erster Linie schauen wir aber, dass wir Pilgergruppen unterbringen können», hält Bruno Lang fest.

Ein wichtiger Faktor für die Gäste des Klausenhofs ist die hauseigene Kapelle. «Sie wird immer wichtiger für Pilgerbusse. Es gibt auch Leute über 60, die nicht allein in den Ranft können. Es ist ein grosses Plus, dass sich die ganze Gruppe im Gebetsraum versammeln kann, so wird man allen gerecht.» Dank der Kapelle buchten sich in der Vor- und Nachsaison auch kirchliche Seminare im Hotel ein.

Bruno Lang hat in 40 Jahren einiges in den Betrieb investiert, seit dem Jahrtausendwechsel hat er für fünf Millionen Franken umgebaut. «Bis 2000 haben wir eine Pension geführt und nur eigene Gäste bewirtet. Dann haben wir das Restaurant eröffnet und ein Dreisternehotel daraus gemacht.» Das Restaurant mit gutbürgerlicher Küche sei ein wichtiger Faktor, das habe sich auch im Jubiläumsjahr gezeigt.

Individuelle Wünsche werden berücksichtigt

Was haben die Langs eigentlich für ein Konzept, das derartigen Erfolg verspricht? «In erster Linie, dass wir als Familienbetrieb versuchen, auf die Wünsche vom Gast eingehen und ihm gerecht werden», sagt Bruno Lang.

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ obwaldnerzeitung.ch

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