Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FLÜELI-RANFT: Neuer Trägerverein glaubt an Zukunft

Die Geschichte des Dorothea-Hauses ist wechselvoll. Der Stiftungsrat Via Cordis hat die Immobilie an die Trägerschaft Zentrum Ranft verkauft. Diese hat bereits das Bed and Breakfast übernommen und Renovierungsarbeiten gestartet.
Marion Wannemacher
Geschäftsführerin Zoe Stadler lässt aus einem der frisch renovierten Zimmer blicken. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 29. Juni 2017))

Geschäftsführerin Zoe Stadler lässt aus einem der frisch renovierten Zimmer blicken. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 29. Juni 2017))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ obwaldnerzeitung.ch

Neue Böden in Zimmern und Cafeteria, frische Farbe: Im ehemaligen Dorothea-Haus wird renoviert. «Irgendwann sollen auch die alten Stühle raus», erklärt Ursula Bründler Stadler, Präsidentin des Zentrums Ranft. In einer ersten Etappe werden 250000 Franken investiert, in einer zweiten Etappe noch einmal so viel. «Die Sub­stanz des Hauses ist gut», so die Präsidentin des neuen Trägervereins.

Dieser hat die Immobilie Ende März aus der Hand des Stiftungsrates der Via-Cordis-Stiftung Haus St. Dorothea gekauft. Ursprünglich hatte die Via-Cordis-Stiftung das ehemalige Bildungshaus wegen zu geringer Auslastung im Juni vergangenen Jahres geschlossen, 20 Mitarbeiter entlassen und eine Neupositionierung als Friedenshaus versucht. Auf einer Webseite war die Vision eines Neubaus in zweistelliger Millionenhöhe veröffentlicht worden. Die Umsetzung scheiterte jedoch an den fehlenden Finanzen. Eine AG fand sich unter Federführung von Ursula Bründler zusammen. Sie gehörte bereits zum Verein Via Cordis und ist dort auch weiter Mitglied, unterrichtet als Kantonsschullehrerin in Sursee und gibt Meditationskurse. Bründler führte die Schmid-Gruppe aus Ebikon und die Immobilienfirma Bürgi aus Sarnen zusammen und engagiert sich selbst auch finanziell im Projekt Zentrum Ranft. Markus Schmid ist CEO eines Bauunternehmens aus Ebikon, das sich mit zehn Prozent seines Unternehmensgewinns sozial engagiert und nun mit seiner Unternehmerstiftung vor Ort Wesentliches beitragen möchte. Er gründete mit Ursula Bründler den Trägerverein Zentrum Ranft.

Via Cordis mietet künftig die Räume

Nach wie vor finden im Haus Bildungsveranstaltungen des Vereins Via Cordis statt. Dieser mietet die Räumlichkeiten nun allerdings als externer Verein an. Via Cordis hat mittlerweile seine Geschäftsstelle nach Sarnen verlegt. «Daniela Lässker, Geschäftsführerin von Via Cordis, startet als Zwischenlösung in einem der Häuser auf eigene Rechnung ein Bed and Breakfast bis Ende Mai», berichtet Ursula Bründler.

Zum neuen Personal im Zentrum gehört aktuell als Geschäftsführerin Zoe Stadler. Sie arbeitet in einem Vollpensum, davon zu 50 Prozent ehrenamtlich, und ist die Tochter der Präsidentin. Im Team sind ausserdem vier Frauen vom Hauswirtschaftsteam und ein Mitarbeiter für Umgebungsarbeiten. Eine Sekretärinnenstelle wolle man ausschreiben.

Ursula Bründler versteht das Zentrum Ranft schwerpunktmässig nach wie vor als Bildungshaus mit christlichen Wurzeln und im interreligiösen Dialog. Im Vorstand und Beirat des Vereins sind Vertreter aus dem Kanton Obwalden, der Universität Luzern und dem Haus der Religionen Bern. «Unser Haus bietet Kurse in ­Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung, aber auch im Bereich Kunst und Musik an.» Im zweiten Bereich will der Verein Zentrum Ranft als Projektvision ab 2018 jungen Erwachsenen und solchen, die ein Burn-out erlitten, eine Begleitung durch Fachpersonen als Auszeitangebot anbieten.

Als gemeinnütziger Verein wolle man keinen Gewinn machen, die Vorstandsarbeit sei ehrenamtlich, betont Ursula Bründler. Nachdem so viele Projekte für das ehemalige Dorothea-Haus scheiterten: Wie zuversichtlich ist die Präsidentin, dass das jetzige Konzept erfolgreich ist? «Ich bin gut gestimmt, weil ich überzeugt bin, dass sich hier eine engagierte Gemeinschaft bilden wird, und weil das Bedürfnis nach einem solchen Haus besteht. Auch unsere schlanke Betriebsführung wird ein Erfolgsfaktor sein.»

Flüeli-Ranft ist für Ursula Bründler «ein ganz bedeutender Ort für die Schweiz, mit einer vielschichtigen Friedensbotschaft. Ich möchte, dass das Haus einen Teil der Botschaft mittragen kann», sagt sie. «Ich fände es schön, wenn da eine lebendige Gemeinschaft entsteht in einem interkonfessionellen Austausch, in denen soziale und ökologische Projekte Platz haben.»

Hinweis: Tag der offenen Tür am Samstag, 2. September, ab 10 Uhr. www.zentrumranft.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.