FLÜELI-RANFT: Neuer Weg führt in Idylle

Der Wanderweg im Melchi ist fertig. Damit können Wanderer die gefährliche Kernser Strasse mit schnellem Verkehr und ohne Trottoir künftig meiden.

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Der neue Wanderweg ist auch für Kinder bestens geeignet. Im Bild Louis Spichtig. (Bild: PD)

Der neue Wanderweg ist auch für Kinder bestens geeignet. Im Bild Louis Spichtig. (Bild: PD)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

Noch ganz neu leuchtet das Holz des Zauns am Weg. Er verbindet den Abschnitt von der Hohen Brücke zwischen Flüeli-Ranft und Kerns mit dem bereits bestehenden Weg vom Bienenhüsli, der an der Jugendunterkunft Bruder Klaus endet. Von unten rauscht die Melchaa, nach der anderen Seite öffnet sich die Landschaft mit saftig grünen Matten. «Die Gemeinde Sachseln hatte schon lange den Wunsch, einen durchgehenden Wanderweg zwischen Sarnen und Flüeli zu bauen», sagt Florian Spichtig, der Vizegemeindepräsident von Sachseln. Damit könne man das gefährliche Stück an der Kernser Strasse mit schnellem Verkehr und ohne Trottoir künftig meiden, freut er sich.

20 000 Franken für 650 Meter

Bis der 650 Meter lange Weg gebaut werden konnte, habe es Verhandlungen mit drei Grundeigentümern gebraucht. Man habe gute Lösungen gefunden, betont der Gemeindevizepräsident und Präsident von Obwalden Tourismus. Der Weg führt nun an der obersten Kante des Melchaabords entlang und ist an den gefährlichen Stellen mit einem Zaun gesichert. Auch auf der Weidelandseite begrenzt ein Zaun den Weg. Realisiert haben ihn der Forst Sachseln, die Baufirma B+B Bau aus Sachseln und der Steinmandli-Klub. Die Kosten von rund 20 000 Franken trägt die Gemeinde Sachseln. «Damit wird auch der zehn Kilometer lange Rundwanderweg zwischen Sarnen und Flüeli-Ranft über den Visionenweg nach Sachseln und wieder zurück nach Sarnen richtig attraktiv», so Spichtig. Das findet auch Peter Kastlunger aus Sarnen: «Beim Wandern auf dem Weg können die Stille des Ranftes und das Rauschen der grossen Melchaa weiter verinnerlicht werden. Auch der Ausblick zum Pilatus ist speziell», stellt er fest und bedankt sich bei den Verantwort­lichen für diesen neuen Weg.