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FLÜELI-RANFT: Stabsübergabe beim Jodlerklub Flüeli-Ranft

Mit einem abwechslungsreichen Konzert zeigte sich der Jodlerklub Flüeli-Ranft von der besten Seite. Eliane Kayser übernimmt die Leitung von Silvia Windlin.
Der Jodlerklub Flüeli-Ranft bot ein abwechslungsreiches Konzert. Im Bild die drei Vorjodlerinnen Eliane Kayser (neue Dirigentin), Janine Omlin-Kayser (Präsidentin) und Anna Rohrer (von links nach rechts). (Bild: Richard Greuter (Flüeli-Ranft, 28. April 2018))

Der Jodlerklub Flüeli-Ranft bot ein abwechslungsreiches Konzert. Im Bild die drei Vorjodlerinnen Eliane Kayser (neue Dirigentin), Janine Omlin-Kayser (Präsidentin) und Anna Rohrer (von links nach rechts). (Bild: Richard Greuter (Flüeli-Ranft, 28. April 2018))

In der ausverkauften Mehrzweckhalle Flüeli-Ranft erlebten rund 400 Jodelfreunde am Samstagabend ein Jodelkonzert auf höchstem Niveau. Bereits mit ihrem ersten Lied «Am Morge» von Franz Stadelmann, und später mit «Chom mit mier» von Ueli Moor beeindruckte der Chor von Beginn weg mit Klangreinheit und Dynamik. Ihre abwechslungsreiche Interpretation von Lied und Jutz, aber auch das stimmungsvolle Zusammenspiel der Haupt- und Nebenstimmen, wurde mit herzlichem Applaus belohnt. Ein ausgewogenes Klangbild, das kaum besser sein könnte. Speziell beim Naturjodel wie «Chräjetossä Juitz» vom Nidwaldner Komponisten Sepp Lussi oder dem Höhepunkt des Abends dem «Feldweg-Jutz» vom Obwaldner Komponisten Erwin Britschgi zogen die 19 Jodler und die drei Vorjodlerinnen Janine Omlin-Kayser, Eliane Kayser und Anna Rohrer alle Register ihres Könnens.

«Dieser Jutz hat etwas Tiefes»

Den «Feldweg-Jutz» sang der Jodlerklub Flüeli-Ranft im vergangenen Jahr in der Sixtinischen Kapelle in Rom, und auf Wunsch von Dirigentin Silvia Windlin, die die Gastgeberformation gebührend verabschiedete, als Zugabe. «Dieser Jutz hat etwas Tiefes, das im letzten Teil zum Ausdruck kommt», begründete Silvia Windlin ihren Wunsch. Nach zehn Jahren Aufbauarbeit übergab sie die Leitung an Eliane Kayser und verabschiedete sich von jedem Jodler und jeder Jodlerin persönlich.

Anlässlich des Bruder Klaus-Gedenkjahrs absolvierte der Jodlerklub Flüeli-Ranft im vergangenen Jahr rund 100 Proben und Auftritte. Dieses Jahr sind es bedeutend weniger, freute sich Präsidentin Janine Omlin-Kayser, vierfache Mutter und Bäuerin. Zusammen mit der neuen Dirigentin Eliane Kayser trat sie auch als Jodelduett Kayserart auf. Mit dem «Chilter-Lied» und dem «Älgi-Jutz» präsentierte das Duett, ohne Handorgelbegleitung, einen gekonnten Vortrag.

In ihrer Nidwaldner Werktagstracht, aber mit einer Sonntagsstimme sorgte die begnadete Solojodlerin Petra Gander für Glanzpunkte. Seit drei Jahren tritt die 25-Jährige als Solistin ohne Handorgelbegleitung auf. Mit ihrer Eigenkomposition dem Jutz «Eysi scheensti Melodie» aber auch dem Lied «Mis chline Veieli» von Adolf Stähli und weiteren Darbietungen erntete die Ennetbürgerin grossen Applaus. Zu überzeugen vermochte ihre starke, dynamische, routinierte Stimme, die bis in die hintersten Winkel zu hören war.

Einen angenehmen Kontrast bildete das Jodelchörli Alperösli Wattwil mit seinem Liedgut und vor allem mit seiner Art Naturjodel. Etwas düster wirkte der Kopfschmuck der Toggenburger Sonntagstracht, freundlich dagegen die rot gestickten Gilets der Männer mit ihren zierlichen Uhrenketten. Die Sympathie war dem Nachwuchs-Jodlerchörli March gewiss. Die 23 Mädchen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren eroberten schnell die Herzen des Publikums. Vor und nach dem Konzert spielte die Engelberger Schwyzerörgeli-Formation «Planggä-Bärghaiär» aus Engelberg.

Richard Greuter

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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