FLÜELI-RANFT: «Überrascht, wie der Beitrag einschlug»

Das Restaurant Veranda über­zeugte die Testesser von «Mini Beiz, dini Beiz». Der Sieg löste einen Run auf das Hotel Paxmontana aus.

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Stolz auf den Sieg bei «Mini Beiz, dini Beiz»: Désirée Bazzocco-Bleiker vom Hotel Paxmontana. (Bild Corinne Glanzmann)

Stolz auf den Sieg bei «Mini Beiz, dini Beiz»: Désirée Bazzocco-Bleiker vom Hotel Paxmontana. (Bild Corinne Glanzmann)

Das «Veranda» vom Hotel Paxmontana auf Flüeli-Ranft ist das beste Obwaldner Restaurant. Das finden zumindest die Gäste der SRF-Fernsehsendung «Mini Beiz, dini Beiz», die während einer Woche fünf Obwaldner Beizen testeten. Am Dienstag vergangener Woche hatte das Restaurant Veranda seinen grossen medialen Auftritt – vor rund 800 000 Fernsehzuschauern.

Es setzte sich gegen das Hotel Kreuz in Sachseln, das Hotel Bahnhof in Giswil, das «Spice Bazaar» und das «Fondue­stübli» in Engelberg durch. Gastgeberin Désirée Bazzocco-Bleiker (35), die das geschichtsträchtige Haus mit ihrem Mann Diego führt, spricht von einem unbezahlbaren Werbeeffekt.

Was sagen Sie dazu, dass Ihr Restaurant in der Obwaldner Woche von «Mini Beiz, dini Beiz» als Sieger hervorgegangen ist?

Désirée Bazzocco-Bleiker: Wir sind total happy und positiv überrascht über das gute Abschneiden. Zumal wir gegen starke Mitbewerber antraten, die einen Sieg auch verdient hätten. Wir sind stolz auf unser Team, welches das möglich gemacht hat.

Wie erklären Sie sich den Sieg?

Bazzocco-Bleiker: Es dürfte wohl das Zusammenspiel sein vom einzigartigen Ambiente im Jugendstil, das Alt und Neu verbindet, und natürlich auch der Service- und Küchenleistung sowie der Menüauswahl. Ich glaube nicht, dass es sich nur um eine Momentaufnahme handelte. Wir durften eine Leistung zeigen, die wir täglich erbringen, sei es mit dem freundlichen und aufmerksamen Service, mit der guten Küche, der Dekoration mit Kerzenlicht.

Was bringt Ihnen der erfolgreiche Fernsehauftritt?

Bazzocco-Bleiker: Der Auftritt war für uns ein Riesenerfolg, nachhaltig und wichtig. Die Sendung verfolgen zwischen 800 000 und 1 Million Fernsehzuschauer. Nach der Ausstrahlung am Dienstag vor einer Woche war die Resonanz riesig. Wir wurden überhäuft mit verschiedensten Anfragen für Übernachtungen, Hochzeiten, Bankette oder für das À-la-carte-Restaurant. Das zeigt, wie breit gefächert auch das Publikum dieser Sendung ist, was uns entgegenkommt. Unsere Homepage wurde zehnmal so häufig benutzt wie sonst. Einen solchen Effekt könnten wir nur mit sehr teurer Werbung erzielen. Dass wir schliesslich noch gewonnen haben, war das Tüpflein auf dem i. Wir sind überrascht, wie der Beitrag einschlug. Schade war nur, dass die Sendung während unserer Betriebsferien ausgestrahlt wurde – wir hätten das Restaurant in dieser Woche mehrmals füllen können. Aber wir erfuhren das Ausstrahlungsdatum erst kurzfristig, sodass wir die Betriebsferien nicht mehr verschieben konnten.

Was hat Sie eigentlich dazu bewogen, in der Sendung mitzumachen?

Bazzocco-Bleiker: Wir wurden von SRF angefragt, ob wir mitmachen wollen. Und sagten darum dem Casting zu. Wir sagten uns: Wir können nur gewinnen.

Wie erlebten Sie die Dreharbeiten?

Bazzocco-Bleiker: Es war einerseits eine sehr langwierige Sache. Man musste Szenen x-mal wiederholen, bis sie im Kasten waren. Hinter ein paar Minuten Sendung stecken viele Stunden Dreharbeiten. Andererseits war es spannend, einmal eine solche Produktion live mitzuerleben.

Wie gut gingen die Dreharbeiten am regulären Betrieb vorbei?

Bazzocco-Bleiker: Gut. Die Fernseh-Crew war sehr locker drauf, unterstützte uns. Erleichternd kam noch dazu, dass am Nachmittag, als mit den verschiedenen Personen Einzelaufnahmen und Interviews gemacht wurden, das Restaurant wie immer offiziell geschlossen war. Restaurantbetrieb hatten wir erst am Abend, aber da informierte ein Aushang am Eingang die Gäste, dass gefilmt wird.

Am Dienstag vor einer Woche sahen Sie das fertige Produkt, den rund 25-minütigen Beitrag, das erste Mal. Wie gefiel er Ihnen?

Bazzocco-Bleiker: Sehr gut, wir sind total happy mit dem Ergebnis. Wir würden auf jeden Fall wieder mitmachen.

Eingeweihte wussten ja schon Ende der Drehwoche im November von Ihrem Sieg. Wurde bis zum Ausstrahlungstermin dicht gehalten?

Bazzocco-Bleiker: Ab und zu hörte man, dass die Neuigkeit schon bis zum einen oder der anderen durchgedrungen ist. Aber gross herumerzählt wurde es nicht. So kam es am Ausstrahlungstermin für die meisten wohl zur grossen Überraschung.

Interview Matthias Piazza

Hinweis

Das Gewinner-4-Gang-Menü gibts für 75 Franken. Die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» kann man nachschauen unter www.srf.ch/sendungen