FLUGZEUGABSTURZ: Bund muss Verlust des F/A-18 selber verkraften

Der bei Alpnachstad abgestürzte Jet war nicht versichert. Die Angehörigen der Opfer erhalten jedoch eine Entschädigung.

Aleksandra Mladenovic
Drucken
Teilen
Die Bergungs- und Aufräumarbeiten an der Absturzstelle am Lopper sind schwierig und ziehen sich bis nächste Woche hin. (Bild: Keystone)

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten an der Absturzstelle am Lopper sind schwierig und ziehen sich bis nächste Woche hin. (Bild: Keystone)

Die Untersuchungen zum Absturz des Militärjets F/A-18 vom letzten Mittwoch sind in vollem Gang: Die Bergungsarbeiten am Lopper hätten sich gemäss Militärjustiz-Sprecher Tobias Kühne als schwierig erwiesen und würden sich noch bis in die nächste Woche hinziehen. Zwei Todesopfer forderte das Unglück: Ein 38-jähriger Berufspilot und der 54-jährige stellvertretenden Leiter Flugmedizin des fliegerärztlichen Instituts kamen ums Leben. Neben dem tragischen menschlichen Verlust muss die Luftwaffe auch den Totalschaden eines ihrer insgesamt 33 F/A-18-Jets verkraften, denn versichert sind die Luftfahrzeuge der Armee nicht, wie Jürg Nussbaum, Sprecher der Luftwaffe, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Die Luftwaffe könne ihren Auftrag bei normaler Lage aber weiterhin erfüllen.

Die Angehörigen der verunglückten Besatzungsmitglieder erhalten von der Militärversicherung eine Bestattungskostenentschädigung von 14 943 Franken. Gemäss Suva sei im vorliegenden Fall zudem davon auszugehen, dass zumindest die Angehörigen des tödlich verunglückten Piloten Hinterlassenenleistungen und eine Genugtuung erhalten werden.