FÖRDERPROGRAMM: Obwalden setzt auf mehr Energieeffizienz

Der Obwaldner Regierungsrat hat das Förderprogramm 2015 für Energieeffizienz und die Anwendung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich verabschiedet. Im Budget 2015 sind dafür 450'000 Franken vorgesehen.

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Das erste Minergie-P-Haus in Obwalden wurde 2009 in Kerns erstellt. Weitere solche Bauten werden vom Kanton gefördert. (Bild: Corinne Glanzmann)

Das erste Minergie-P-Haus in Obwalden wurde 2009 in Kerns erstellt. Weitere solche Bauten werden vom Kanton gefördert. (Bild: Corinne Glanzmann)

Das neue Beratungsangebot basiert auf dem «Gebäudeenergieausweis der Kantone» (GEAK). Der GEAK spiegelt den Energieverbrauch von Wohnbauten (Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser), Verwaltungsgebäuden und Schulbauten. Er zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude bei Standardnutzung benötigt. Die Klassifizierung reicht von A (sehr energieeffizient) bis G (wenig energieeffizient) und zeigt damit, welche energetische Qualität ein Gebäude aufweist. Das Instrument sei vergleichbar mit der Energieetikette für Haushaltsgeräte, wie die Staatskanzlei Obwalden am Montag mitteilte. .

Gleichzeitig zeigt der GEAK das energetische Verbesserungspotenzial von Gebäudetechnik und Gebäudehülle auf und bildet die Grundlage für die Planung von baulichen und gebäudetechnischen Verbesserungsmassnahmen. Mit dem GEAK Plus erhält der Gesuchsteller neu einen zusätzlichen Beratungsbericht für Erneuerungsund Verbesserungsmassnahmen. Ihm werden konkrete Massnahmen aufgezeigt, wie er sein Gebäude im Bereich Energie auf Effizienz trimmen kann. Gleichzeitig erhält er eine Schätzung der notwendigen Investitionen und der Unterhaltskosten sowie der Betriebskosteneinsparung als Entscheidungshilfe.

Die bisherigen Instrumente der kantonalen Förderung in den Bereichen Gebäudehülle, Haustechnik und Energieberatung sollen beibehalten werden. Weiterhin gefördert werden Neubauten und Sanierungen nach Minergie, Minergie P, Minergie A, Gesamtsanierungen mit erhöhten Systemanforderungen, der Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien, der Einsatz von Holzenergie und Sonnenkollektoren sowie die Energieberatung und die energetische Betriebsoptimierung.

pd/zim