Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Französischunterricht auf Primarstufe bleibt

Der Obwaldner Kantonsrat hat am Donnerstag einen Vorstoss abgelehnt, der den Französischunterricht in der Primarschule in Frage stellte. Nach einer längeren Grundsatzdiskussion wurde das von bürgerlicher Seite eingereichte Postulat mit 26 zu 21 Stimmen abgelehnt.
Französisch-Unterricht in der Primarschule. (Bild: Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Französisch-Unterricht in der Primarschule. (Bild: Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Verlangt wurde in dem Postulat auf den ersten Blick zwar lediglich ein umfassender Bericht über die Erfahrungen mit zwei Fremdsprachen in der Mittelstufe (Model 3/5; Englisch ab dritten, Französisch ab fünftem Schuljahr). Entscheidend jedoch der Nachsatz: Der Bericht soll aufzeigen, ob der obligatorische Französischunterricht aufgehoben werden soll. Die Postulanten sehen ein weitverbreitetes Missbehagen am heutigen Modell.

Die Regierung wandte sich gegen die Überweisung des Postulates und die Erstellung eines aufwendigen Berichtes ab. Die Entwicklung der Schulstrukturen sei ein langfristiger Prozess. Schnelle Strategiewechsel und Reformen seien aufwendig und führten zu Frustrationen. Es sei nicht angezeigt, im heutigen Zeitpunkt das Modell 3/5 in Frage zu stellen.

Bildungsdirektor Franz Enderli meinte, die Überweisung des Vorstosses würde zu Unruhe und Verunsicherung führen. Die Regierung befürchtet zudem, dass die Infragestellung des nationalen Konsenses negative Folgen für das Image Obwaldens hätte. Man nehme aber das Unbehagen am Französischunterricht ernst und wolle sich für eine Evaluierung und Diskussion der Sprachenstrategie einsetzen.

Für familienergänzende Betreuung ab Kindergarten

Überwiesen wurde dagegen ein Vorstoss der SP, der vom Regierungsrat verlangt, die Grundlage für die Förderung der familienergänzenden Betreuung ab Kindergarteneintritt zu schaffen. Allerdings wurde die Motion zuvor in ein Postulat umgewandelt.

In ihrer Antwort schloss sich die Regierung grundsätzlich dem Anliegen der Motion an. Sie gab aber zu bedenken, dass zuvor einige Rahmenbedingungen im Detail zu klären seien. Insbesondere im Hinblick darauf, dass die Gemeinden für die Finanzierung der Tagesstrukturen verantwortlich sind. Deshalb beantragte sie die Umwandlung der Motion in ein Postulat, um so den Spielraum für eine bedarfsgerechte Lösung zu erweitern.

Der Kantonsrat folgte der Regierung und überwies den Vorstoss als Postulat mit 35 gegen 13 Stimmen. Geschlossen gegen das Anliegen sprach sich die SVP-Fraktion aus. Sie kritisierte unter anderem, dass der Kanton sich in eine Aufgabe der Gemeinden einmische. Diese seien selbst in der Lage, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erkennen.

sda

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.