FREISTELLUNG: Obwaldner Kantonsspital schasst den Chefarzt

Zuerst war von einem «normalen Urlaub» die Rede. Nun hat die Aufsichtskommission des Kantonsspitals Obwalden Franz Britschgi, Chefarzt Medizin, nach einer «dreimonatigen Auszeit» per sofort von allen seinen Funktionen freigestellt.

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Der Eingangsbereich des Kantonsspitals Obwalden in Sarnen. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Der Eingangsbereich des Kantonsspitals Obwalden in Sarnen. (Archivbild Robert Hess/Neue OZ)

Dem Entscheid seien zudem «intensive Bemühungen, eine gemeinsame Basis für die weitere Zusammenarbeit zu finden», vorausgegangen, wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst.

Kündigung «unumgänglich»
«Leider waren die Vorstellungen von der Unternehmenskultur und Führungsstruktur zu unterschiedlich», heisst es weiter. Eine gemeinsame Basis für eine in Zukunft erfolgsversprechende Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben gewesen, womit sich die Auflösung des Arbeitsverhältnisses als «unumgänglich» erwiesen hatte.

Sowohl die Aufsichtskommission als auch die Geschäftsleitung des Kantonsspitals Obwalden bedauerten diese Entwicklung. Franz Britschgi war Chefarzt der Medizin und Mitglied der Geschäftsleitung. «Er hat sich in den vergangenen 20 Jahren um das Kantonsspital Obwalden immer wieder verdient gemacht. Dies sowohl beim Aufbau der medizinischen Kompetenz wie auch in Phasen der Umstrukturierung», wofür man ihm danke.

Kein Zusammenhang mit dem Wechsel in der Direktion
Das Obwaldner Kantonsspital trennte sich im Dezember 2006 von seinem Direktor, der auch dem Nidwaldner Kantonsspital vorsteht. Die Entlassung Britschgis stehe in keinem Zusammehang mit dem Wechsel in der Direktion und mit der Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Nidwalden, sagte der Vizepräsident der Kommission, Erich Ettlin.

scd/sda