Für zentrale Anlaufstelle für Drogenabhängige

Obwaldens Regierung will bei der Zentralschweizer Kontakt- und Anlaufstelle für Schwerstdrogenabhängige mitmachen und der entsprechenden Vereinbarung beitreten. Den Aufbau einer eigenen Einrichtung erachtet sie laut Communiqué vom Donnerstag nicht für sinnvoll.

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Seit 2010 läuft ein Pilotprojekt zur Finanzierung der Kontakt- und Anlaufstelle des Vereins Kirchliche Gassenarbeit (ehemals Fixerraum). Die sechs Zentralschweizer Kantone beteiligen sich daran entsprechend dem Verhältnis ihrer Nutzer. Die Zentralschweizer Gesundheits- und Sozialdirektorenkonferenz (ZGSDK) hat nun beschlossen, mit dem Zweckverband für institutionelle Sozialhilfe und Gesundheitsförderung des Kantons Luzern (ZiSG) eine unbefristete Vereinbarung zur Finanzierung der Kontakt- und Anlaufstelle abzuschliessen.

Gute Erfahrungen in Pilotphase

Das Bundesrecht verpflichtet die Kantone, die notwendigen Einrichtungen zur Verhinderung oder Verminderung von gesundheitlichen Schäden bei Personen mit suchtbedingten Störungen bereitzustellen. Aus Sicht der Obwaldner Regierung ist es nicht sinnvoll, selber eine entsprechende Einrichtung aufzubauen. Aufgrund der guten Erfahrungen während der Pilotphase hat die Obwaldner Regierung entschieden, der Vereinbarung beizutreten. Auch die Gemeinden hätten sich dazu positiv geäussert.

Aktuell sind 16 Nutzerinnen und Nutzer aus Obwalden bei der Stelle in Luzern registriert. Das ergibt für das laufende Jahre Kosten von 31'000 Franken, die von Kanton und Gemeinden je zur Hälfte getragen werden.

sda