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Interview

Titlis und Brunni: Für Fusion fehlte der Druck

Der Zusammenschluss der Titlis- und der Brunni-Bahnen ist zwar gescheitert - für Thomas Küng, Geschäftsführer auf dem Brunni, ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis das Thema wieder auf den Tisch kommt.
Philipp Unterschütz
Die Kabine der Brunni-Bahnen fährt auch weiterhin mit einem eigenständigen Betriebslogo. Die Fusion mit den Titlis-Bahnen ist gescheitert. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 26. Juni 2018)

Die Kabine der Brunni-Bahnen fährt auch weiterhin mit einem eigenständigen Betriebslogo. Die Fusion mit den Titlis-Bahnen ist gescheitert. (Bild: Corinne Glanzmann, Engelberg, 26. Juni 2018)

Aus einer Fusion der Titlis- und der Brunni-Bahnen wird nichts. Am Freitagabend gaben die Verwaltungsräte in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt, dass die Gespräche abgebrochen worden seien. Nach verschiedenen Verhandlungsrunden und einer eingehenden Prüfung der rechtlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Grundlagen der Brunni-Bahnen seien die beiden Verwaltungsräte zum Schluss gekommen, dass die Preisvorstellungen für eine Fusion zu stark auseinanderliegen. Für Thomas Küng, Geschäftsführer Brunni-Bahnen, kam dies etwas überraschend, wie er im Interview sagt.

Brunni-Geschäftsführer Thomas Küng. (Bild Robert Hess)

Brunni-Geschäftsführer Thomas Küng. (Bild Robert Hess)

Thomas Küng, Sie waren doch recht zuversichtlich, dass es zu einer Fusion kommen würde. Was sagen Sie zum Scheitern des Vorhabens?

Ich war etwas überrascht, weil die Vorzeichen vielversprechend waren, dass wir uns schon ziemlich nahe gekommen waren. Aber wir mussten feststellen, dass wir uns preislich nicht finden - und das kommt in solchen ergebnisoffenen Verhandlungen halt vor. Ich möchte aber betonen, dass die Gespräche ohne Verstimmung beendet wurden.

Die Titlis-Bahnen wollten den ursprünglich anvisierten Preis nochmals verhandeln. Hat denn die eingehende Prüfung der Brunni-Bahnen neue Tatsachen ergeben?

Mir sind keine wesentlichen neuen Tatsachen bekannt, welche die Prüfung zu Tage gebracht haben könnte. Wir haben und hatten keine Geheimnisse. Die Titlis-Bahnen haben nun entschieden, unseren Aktionären kein Angebot zu unterbreiten. Die genauen Gründe kenne ich nicht, es hat möglicherweise mit der generellen Strategie der Titlis-Bahnen zu tun, und damit, dass eine Übernahme der Brunni-Bahnen zusätzlich zu den von den Titlis-Bahnen geplanten Grossinvestitionen nicht vereinbar gewesen wäre.

Wie bewerten Sie das Scheitern der Fusion?

Ich sagte immer, wenn es nicht zu Stande kommt, ist es vor allem schade für die Destination Engelberg. Die beiden Bahn-Unternehmen sind und bleiben erfolgreich unterwegs. Es ist zum Glück kein Geschirr zerschlagen worden und deshalb geht es nun weiter wie bisher.

Also hat es keinen Einfluss auf die Zusammenarbeit?

Nein, wir haben die Gespräche freundschaftlich angefangen und auch so beendet. Gewisse Prozesse bleiben nun schwieriger, als sie nach einer Fusion gewesen wären. Beide Unternehmen werden sich aber weiterhin für die Destination Engelberg einsetzen, schliesslich sind wir davon abhängig.

Ist die Fusion nun definitiv vom Tisch?

Das Thema kam bereits früher immer mal wieder zur Sprache. In Anbetracht des Mehrwertes für die Destination Engelberg wird es irgendwann auch wieder auf den Tisch kommen. Langfristig werden sich die Bahnen zusammenschliessen, wie es überall an anderen Destinationen auch passiert. Es ist nur eine Frage der Zeit. Bei zwei erfolgreichen Unternehmen besteht aber keine Dringlichkeit.

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