Kommentar

Bahn-Fusion der Gebiete Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg macht Sinn – Hürden bleiben

Zu den Plänen der Obwaldner Skigebietsverbindungen

Florian Arnold
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Florian Arnold, Redaktionsleiter Obwaldner Zeitung

Florian Arnold, Redaktionsleiter Obwaldner Zeitung

Bild: Manuela Jans-Koch

Die Idee ist Jahrzehnte alt und war lange vom Tisch. Jetzt rückt eine Studie wieder in den Fokus, die drei Skigebiete Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg zu vereinen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Engelberg orientiert sich an den grossen Skidestinationen in Österreich oder Arosa/Lenzerheide und will wachsen, und dies um die Melchsee-Frutt, das ebenfalls als schneesicher gilt. Dessen Wachstumspotenzial ist längst ausgeschöpft, wodurch ein Zusammenschluss gerade recht kommt. Hasliberg-Meiringen wiederum trumpft mit Sonne auf den Südhängen, hat dadurch aber auch ein Schneeproblem. Künftig hätten die Gäste mehr Auswahl an Schneehängen.

Auch wenn Andermatt «nicht als Vorbild gedient» haben soll, wie die Verantwortlichen sagen, würde man doch auch gegenüber der vergrösserten Urner Skiarena aufholen. Ein einheitlicher Auftritt, wie ihn Andermatt vom Hotel bis zum Skilift gewährleistet, bietet für Gäste wie für das Unter­nehmen nun einmal klare Vorteile. Der Zusammenschluss in den Obwaldner Bergen käme auch diesem Konzept näher.

Doch gibt es drei wesentliche Hürden: Geplante Verbindungen könnten Jagdbann- oder Naturschutzgebiete tangieren – die Ruhe hier ist vielen heilig. Zweitens macht ein Zusammenschluss nur Sinn, wenn er nicht zu viel kostet. Und drittens muss eine Investition in den Wintertourismus vor dem Hintergrund der Klima­erwärmung gut abgewogen werden.