FUSSBALL: FC Alpnach setzt auf Einheimische

Beim FC Alpnach (3. Liga, Gruppe 2) spricht man von einem gelungenen Saisonstart, obwohl das Team um Trainer Patrik Odermatt gegen den FC Emmenbrücke mit 0:4 unter die Räder kam.

Ruedi Vollenwyder
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Alpnachs Luis Alexandre Silvestre De Almeida (links) gegen Emmenbrückes David Bajor (rechts). (Bild: Philipp Schmidli (Alpnach, 30. September 2017))

Alpnachs Luis Alexandre Silvestre De Almeida (links) gegen Emmenbrückes David Bajor (rechts). (Bild: Philipp Schmidli (Alpnach, 30. September 2017))

Ruedi Vollenwyder

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«Das 0:4 ist zu krass und spiegelt im Match gegen den FC Emmenbrücke nicht das Gezeigte», monierte Alpnachs Sportchef Joël Wetterwald nach dieser dritten Niederlage gegen die Spitzenklubs Horw (1:7), Nottwil (1:4) und dem 2:1-Sieg über Hildisrieden. Denn bevor die routinierten Emmenbrücker unter Trainer Jean-Daniel Gross (ex SC Kriens) das erste Tor (23., Claudio Petrongolo) erzielen konnten, «hatten wir zwei Topchancen, die wir leider nicht in Tore ummünzen konnten», haderte er. Auf den 0:2-Rückstand durch ein unglückliches Eigentor (33.) zur Pause konnten die jungen Alpnacher dann nicht mehr agieren. Mit einem Doppelschlag (63./66., Ilir Sedolli) machte der qualitativ stark bestückte Gegner dann alles klar. «Emmenbrücke spielte ganz einfach cleverer und war, was die Effizienz angeht, uns klar überlegen.» Mit diesem Votum hakt Sportchef und Spieler Joël Wetterwald diese (zu) hohe 0:4-Niederlage schnell ab.

Die von Patrik Odermatt (ex Buochs und Sarnen) trainierten Alpnacher starteten nach einer «katastrophalen Vorbereitung» in die neue Saison. Dieser missratenen Vorbereitung musste der FC Alpnach allerdings keinen grossen Tribut zollen. Im Gegenteil: Aus den drei ersten Partien schauten beachtliche sieben Zähler heraus. «Es war ein Start nach Mass», blickt Sportchef Wetterwald zurück. Dass es in den Spielen gegen die favorisierten Spitzenteams danach harzte, ordnete der Alpnacher Sportchef der mangelnden Erfahrung zu. Denn auf die neue Saison hin musste Alpnach in der dritten 3.-Liga-Saison wiederum gewichtige Abgänge verkraften. Abgänge, welche nur mit Spielern aus dem 5.-Liga-Team kompensiert wurden. «Getreu unserer Vereinsphilosophie, einheimische Spieler ins Fanionteam zu integrieren und zu fördern, lässt der erfahrene 39-jährige Trainer Patrik Odermatt diese jungen Eigengewächse auch regelmässig aufs Spielfeld einlaufen.» Das freut den Sportchef: «Unser Trainer nimmt sein Leistungs-Ego zurück und stellt dafür die fussballerische Entwicklung der jungen Spieler in den Vordergrund.» Ganz ohne ein Negativerlebnis kam der FC Alpnach allerdings nicht über die Runden. Das peinliche Aus in der ersten Runde im IFV-Cup mit der 0:2-Niederlage gegen Olympique Lucerne aus der 4. Liga war zwar deprimierend, rüttelte die Alpnacher Spieler aber auch auf, wie der gelungene Saisonstart gezeigt hat.

Alpnach will sich in der 3. Liga etablieren

Und wo sieht der Sportchef den FC Alpnach in der näheren Zukunft? Für Wetterwald ist klar, dass man die letztjährige Saison mit Rang 6 und 30 gewonnenen Punkten nur schwer toppen kann. «Meiner Meinung nach ist die 3. Liga für unseren Verein genau die richtige Stärkeklasse. In dieser wollen wir uns etablieren.» Und er doppelt nach: «Deshalb versuchen wir auch ehemalige Alpna­cher Spieler zurückzuholen.» Was das Saisonziel angeht, hat er klare Vorstellungen: «Wir streben einen Rang im gesicherten Mittelfeld an.» Mit den bisher gewonnenen 10 Punkten aus 7 Partien ist der FC Alpnach auf dem richtigen Weg, diese Zielvorgabe zu erreichen. Denn die Spiele gegen die Spitzenklubs hat der FC Alpnach hinter sich. Joël Wetterwald ist optimistisch: «Jetzt wollen wir in den nächsten Partien noch so viele Punkte wie nur möglich einsammeln, um sorglos in die Winterpause steigen zu können.»