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Gäste bringen am Jodlerabend der Alpnacher besondere Geschenke mit

Vor vollem Haus offerierte die Alpnacher Jodlergruppe Schlierätal ihr 21. Jodlerkonzert. Viel zum guten Gelingen trugen auch die Gastformationen bei.
Robert Hess
Begeisterte: das Jodelduett Martin (links) und Hubert Thalmann, begleitet von ihrer Mutter Vroni Thalmann. (Bild: Robert Hess (Kägiswil, 9. März 2019))

Begeisterte: das Jodelduett Martin (links) und Hubert Thalmann, begleitet von ihrer Mutter Vroni Thalmann. (Bild: Robert Hess (Kägiswil, 9. März 2019))

Ein besonders feines Händchen hatten die Schlierätaler bei der Auswahl der Gäste und ihren musikalischen Geschenken fürs Jahreskonzert vom Samstagabend in der Mehrzweckhalle Kägiswil. Zu Beginn stellten sich die drei jungen Frauen vom Ländlertrio Echo vom Ürnerländli vor, die nach Programmende zu Tanz und Unterhaltung aufspielten. Einheimisches Gewächs waren dagegen die Jagdhornbläser Obwalden, die nicht nur mit präzisen Einsätzen «Auf, zum fröhlichen Jagen aufforderten», sondern auch mit konzertanten Darbietungen wie dem «Ländler» aufwarteten.

Regelmässige Besucher von Jodlerkonzerten geniessen nicht nur die schönen Juiz und Gesänge, sondern lernen auch immer wieder weniger bekannte Regionen kennen. Wohl wenige im Saal wussten von der Gemeinde Neckertal im Toggenburg. Das 1983 gegründete Schmitte-Chörli Necker war in Kägiswil denn auch ein guter Botschafter seiner Region. «Sie singen Lieder, die ihnen gefallen», stellte Speaker Marcel Kiser die Gruppe vor. Eine der Frauen, «ledigerweise» Monika Kiser, sei aus Sarnen ins Toggenburg ausgewandert und dort verheiratet, berichtete der Speaker. Also bestehe mindestens eine Verbindung zwischen den beiden Orten. Das Chörli pflegt besonders die Tradition des Toggenburger Naturjodels, der im Gegensatz zu unseren Naturjuiz selten einen Titel trägt. Von den Vorträgen durfte das stets aufmerksame Publikum Kompositionen wie «Mis Neckertal» von Margrit Grob oder «Läbwohl» von Ruedi Roth geniessen.

Publikumslieblinge aus dem Entlebuch

Eine Premiere hat der Konzertabend zwei jungen Männern aus dem Entlebuch beschert. Das Jodelduett mit dem 25-jährigen Martin und seinem 21-jährigen Bruder Hubert Thalmann hat am Samstag sein erstes Engagement als Duett ausserhalb des Jodlerklubs Flühli mit Bravour über die Bühne gebracht. Die beiden wurden von ihrer Mutter auf dem Akkordeon aufmerksam und zurückhaltend begleitet, obwohl sich Vroni Thalmann-Bieri als Politikerin sonst wohl oft lautere Töne gewohnt ist. Sie führt in Flühli zusammen mit ihrer Familie einen Hof und war im Amtsjahr 2017/2018 als Kantonsratspräsidentin höchste Luzernerin. Mit ihren klaren Stimmen und Liedern wie «E chline Rat» von Arthur Schöpfer, «O Müeti» von Walter Hofer oder «s Thoris Jutz» von Thori Schnider holten sie sich beim Publikum sehr grossen Beifall. Martin und Hubert Thalmann hatten die Kampfrichter als Duett bereits am Zentralschweizerischen Jodlerfest 2018 in Schötz überzeugt und waren mit der Bestnote 1 belohnt worden.

Selbstverständlich stand die Jodlergruppe Schlierätal an ihrem 21. Jodlerkonzert den Gästen in nichts nach. Ein grosser Verdienst hat dabei sicher Dirigent Thomas Wieland, «auch wenn er manchmal mit uns kämpfen muss», verriet Präsident Roger Rohrer gegen Ende des Konzerts. «Aber er hat sehr viel Geduld mit uns, er ist seit der Gründung vor 21 Jahren unser musikalischer Leiter.»

Herzlichen Beifall holten sich die Schlierätaler mit Darbietungen wie «Nachtbuebejuiz», «Voorewägg» von Thomas Wieland, dem «Gislerjuiz» von Xaver Gisler oder dem Lied «Frindschaft» von André von Moos. Kein Wunder forderte das Publikum von allen Formationen Zugaben, die wohl alle im Saal noch gerne genossen.

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