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Ganz nah und weit weg

Klara Obermüller (links) als Dorothee im Dialog mit Marianne Waltert.

Klara Obermüller (links) als Dorothee im Dialog mit Marianne Waltert.

Flüeli-Ranft Dorothee, die Frau von Niklaus von Flüe, war im Stück «Ganz nah und weit weg» gestern Nachmittag Thema in Flüeli-Ranft. In einer szenischen Lesung gab Klara Obermüller, welche das Stück 1981 geschrieben hat, Einblick in die Gedankenwelt Dorothees, indem sie ihr die Stimme lieh. Die Fragen stellte ihr Marianne Waltert. «Erst wollte ich es auch nicht glauben, warum gerade er? Er war Bauer, kräftig und gesund, ich war stolz, als sich unser Besitz mehrte und sie ihn als Ratsherrn von Unterwalden wählten», erzählte Dorothee von der Zeit, als ihr Mann plötzlich für mehrere Tage verschwand, immer öfters und länger, ohne ein Wort zu sagen. Er habe nicht gerne darüber gesprochen. Doch hätte sie nie aufgehört, ihn zu lieben. Sie erzählte davon, wie sie ihren Mann im Ranft fand, wie er kniete und betete, stundenlang, und wenn sie ihn gefragt habe, was er da mache, habe er einfach geantwortet: «Lass mich, es muss so sein.» Auf die Frage, ob sie mit ihm beten dürfe, habe sie keine Antwort erhalten. «Er war schon damals ganz nah und weit weg.»

Umrahmt wurde diese szenische Lesung vom A-cappella-Chor Cantus Vocal Ensemble, Kerns, unter anderem mit einer Obwaldner Version von «Oh happy Day». Den rund 200 Zuhörern schien diese Nachmittagsfeier zu gefallen, wie man dem kräftigen Applaus entnahm. (map)

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