Ganz Obwalden soll «Energiestadt» werden

Das Elektrizitätswerk Obwalden EWO hat sich zum 50-jährgen bestehen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Alle Obwaldner Gemeinden sollen das Label «Energiestadt» bekommen.

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Strommast in Kerns. (Archivbild/Neue OZ)

Strommast in Kerns. (Archivbild/Neue OZ)

Zum Auftakt des Projekts schenkte das EWO allen Obwaldner Gemeinden eine Energiebuchhaltung, wie die Gemeinde Giswil am Freitag mitteilte. Mit dem Projekt soll der Kanton der erste «Energiestadt-Kanton» der Schweiz werden.

Effizienzsteigerung und erneuerbare Energie

Oberstes Ziel des Projekts sei es, die Versorgungssicherheit des Kantons Obwalden mit Energie sicherzustellen. Das Einsparpotential in Obwalden beträgt rund 390 Millionen KW/h jährlich. Das entspreche etwa 36 Prozent des aktuellen Energiebedarfs. Diese Einsparung wäre lediglich mittels Steigerung der Effizienz zu erreichen, also ohne dass auf irgendetwas verzichtet werden müsste, rechnete das EWO an einer Orientierungsveranstaltung dem Gemeinderat Giswil vor.

Zudem könnten in Obwalden etwa 522 Millionen KW/h Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden, wenn das vorhandene Potential voll ausgeschöpft würde. Damit könnte sogar ein Angebotsüberschuss generiert werden.

Giswil prüft Verbesserungspotenzial

Die sogenannte Energiebuchhaltung stehe in Giswil kurz vor dem Abschluss. Sie zeigt die Energieeffizienz der öffentlichen Gebäude und Anlagen auf. Anhand einer Feinanalyse kann dann das Verbesserungspotential ermittelt und die dafür notwendigen Massnahmen und Kosten abgeleitet werden.

Bisher hat in Obwalden noch keine Gemeinde das Label «Energiestadt» erhalten.

pd/bep