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Portugiesische Gäste vom «Guber» am Obwald-Volkskulturfest

Portugal war bei «Obwald 2018» Gastland. Mit dabei waren auch portugiesische Besucher, die seit vielen Jahren in der Schweiz leben.
Robert Hess
Der Chor «Coral Casa do Povo de Serpa» aus Portugal trat am «Obwald 2018» auf. (Bild: Robert Hess (Giswil,1. Juli 2018))

Der Chor «Coral Casa do Povo de Serpa» aus Portugal trat am «Obwald 2018» auf. (Bild: Robert Hess (Giswil,1. Juli 2018))

«Unsere Mannschaft war zu sehr auf Ronaldo ausgerichtet, der aber nicht das gebracht hat, was wir von ihm erwartet hatten», kommentierte am Sonntagmittag ein in Zürich lebender Portugiese ein Fussballereignis, das ihm viel weiter vorne auf der Zunge lag als eine Aussage über das «Obwald 2018». «Aber hier in diesem Zelt inmitten der Natur und mit schöner Musik aus meinem Heimatland gefällt es mir sehr gut», versuchte der Fussballfan die Enttäuschung zu überbrücken.

Er war zusammen mit seiner Frau nach Giswil gefahren. Vor rund 20 Jahren hatte sie als 19-Jährige das Städtchen Serpa, «wo ich keine Aussicht auf einen Job hatte», verlassen und in der Schweiz Arbeit gefunden. Sie hatte mitbekommen, dass der bekannte «Coral Casa do Povo de Serpa» im Kanton Obwalden auftrete und da wollte sie unbedingt dabei sein. «Nein, gekannt habe sie keinen der Männer», sagte sie. «Aber es war sehr schön, beim Mittagessen mit Leuten aus meinem Heimatdorf zu reden und allerlei zu erfahren, was in Serpa mit seinen heute rund 7000 Einwohnern so läuft.» Keine Frage, dass der eigenwillige Gesang dieses Männerchores «Gefühle weckte.»

Auch die schweizerische Musik gefällt

Aus einem anderen Grund war eine weitere Gruppe ans Obwaldner Kulturfest gekommen. Festival-Leiter Martin Hess hatte nämlich für den Sonntag portugiesische Gastarbeiter vom Alpnacher Steinbruch Guber eingeladen. «Als Dankeschön für die Gastfreundschaft, die ich in Portugal erleben durfte.»

Um die Mittagszeit kam der 74-jährige Antonio Correia, der 1976 aus Portugal als Gastarbeiter in den Guber gekommen war. 1991 zogen Gattin Angelina und die Töchter Catarina sowie Marta nach, die heute mit José de Oliveira Santos verheiratet ist. Er arbeitet im Steinbruch. Mit dabei in den Zuschauerreihen war auch Carlos Moreira, der früher während 15 Jahren im Guber gearbeitet hatte. Die beiden Töchter wohnen in Sarnen und Alpnach, Vater und Mutter sind nach der Pensionierung nach Portugal zurückgekehrt und weilten in den Ferien in der Schweiz.

Auch sie genossen das Fest und freuten sich an den Auftritten und Darbietungen der portugiesischen Landsleute am Festival. «Aber uns gefällt auch die schweizerische Musik, die wir hier hören können», meinten die beiden Töchter.

«Noch nie einen so guten Sonntag gehabt»

22 von 894 Tickets blieben am Sonntag unverkauft, an den übrigen Tagen gingen alle weg. Knapp 3600 Personen haben somit das «Obwald» besucht, wie der künstlerische Leiter Martin Hess auf Anfrage sagte. Es fand vom 28. Juni bis 1. Juli statt. «Wir haben noch nie einen so guten Sonntag gehabt.» Die Ausgabe 2018 nennt er «en uhuere scheene, runde, harmonische Jahrgang». Beigetragen hätten nicht zuletzt die portugiesischen Gastmusiker, denen nach dem Auftritt jeweils sehr viele Landsleute hinter die Bühne folgten. Und die Entdeckung ist für Hess der Handörgeler Simon Lüthi, der mit seinen Geschwistern «überwältigend» war. «Für mich ist er der Toggenburger Mozart», schwärmt Hess. (mvr)

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