Geldsuche für Dampfbahn ist erfolgreich

Das Geld für die nötige Drehscheibe in Meiringen könnte bald gesichert sein – und damit die Zukunft der Dampfbahn über den Brünig. Doch in Giswil stellt sich das gleiche Problem.

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Pascal Troller vor der Tallok 208. (Bild: PD)

Pascal Troller vor der Tallok 208. (Bild: PD)

Es wird tüchtig eingeheizt auf dem Brünig. Mehrmals im Jahr schnaubt und keucht anstelle einer modernen Komposition der Zentralbahn eine Dampflokomotive über den Pass. Die «alte» Dame ist jedoch nicht so flexibel. An der Endstation in Giswil und Meiringen muss sie jeweils gewendet werden.

Um Fortbestehen gebangt

Diese 180-Grad-Drehung wurde bis anhin an den Drehscheiben der Bahnhöfe Giswil und Meiringen durchgeführt. Bis zum Bahnhofumbau in Meiringen vom vergangenen Jahr. Die aus der Gründerzeit der Brünigbahn stammende Drehscheibe wurde für den regulären Bahnbetrieb nicht mehr gebraucht und darum ausgebaut. Im Februar startete der auf die Rettungsaktion von Industrie-Kulturgütern spezialisierte Zürcher Unternehmer Pascal Troller (55) eine Rettungsaktion. Er setzte sich zum Ziel, eine Viertelmillion Franken zusammenzubringen. So viel kostet der Wiedereinbau der Drehscheibe, den der Verein Ballenberg-Dampfbahn selber finanzieren muss. «115 000 Franken sind zugesprochen», vermeldet er nun. Er ist guter Dinge, die restlichen 130 465 Franken noch in diesem Jahr beisammen zu haben.

Auch in Giswil steht Umbau an

Doch ans Aufatmen ist noch nicht zu denken. Auf Obwaldner Seite, bei der Endstation Giswil, bahnt sich dasselbe Problem an. Auch bei diesem Bahnhofumbau steht der Ausbau der Drehscheibe zur Diskussion. Die Zentralbahn sicherte das nötige Gelände für den neuen Standort zwar zu. Es wird geplant, die Drehscheibe in Giswil auszubauen, an einem geeigneten Standort zwischenzulagern und am Schluss an einem geeigneten Standort wieder einzubauen. Die eigentlichen Kosten für den Ausbau, die Zwischenlagerung und die Endmontagemüssten allerdings von den Ballenberg-Dampfbahnen übernommen werden.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.