Gelungenes Gemeinschaftswerk für Obwaldner Lehrlinge unterschiedlicher Berufe

Lernende dreier Lungerer Betriebe haben gemeinsam eine neue Attraktion für das Bärghuis Schönbüel errichtet.

Fabienne Niederberger
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Projektwoche der Lungerer Lernenden auf Schönbüel.

Projektwoche der Lungerer Lernenden auf Schönbüel.

Bild: PD

Die Projektwoche der Lernenden aus den Lungerer Unternehmen Gasser Felstechnik AG, HP Gasser AG und Sutter Fahrzeugbau AG hat Tradition. Jugendliche aus acht völlig unterschiedlichen Lehrberufen arbeiten zusammen an einem kleineren Bauprojekt.

Dieses Jahr führte es die Auszubildenden der drei einheimischen Betriebe nach Lungern-Schönbüel. Beim dortigen «Bärghuis Schönbüel» war man froh, bei anstehenden Umbauarbeiten auf die Unterstützung zählen zu können. «Genial, was die Lernenden hier leisten. Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen macht Spass», sagt Gastgeber Dieter Räbel. Auch Verbesserungen am Wanderweg Richtung «Steimänndli» standen auf dem Programm. So trafen sich die Jugendlichen am Montag der ersten Sommer­ferienwoche auf dem Areal der Gasser Felstechnik AG und besprachen, was alles zu tun ist und was für sicheres Arbeiten beachtet werden muss. Sie verluden alle Arbeitsmaterialien, die Gerätschaften – und reichlich Gepäck. Schliesslich durften die 14 Lernenden die ganze Woche im «Bärghuis» übernachten.

Arbeiten auf über 2000 Metern über Meer

Mit den Fahrzeugen ging es dann rauf auf über 2000 m ü. M. ins bekannte Wander- und Erholungsgebiet. Die Auszubildenden brachten das Material zu den verschiedenen Baustellen und teilten sich auf. Es gab viele unterschiedliche Arbeiten zu erledigen. Zum einen wurde ein Tippi aufgebaut und mit einem Holzboden ausgestattet – eine neue Attraktion für die Gäste am Lungerer Hausberg.

Die Jugendlichen haben als Attraktion für das Bärghuis Schönbüel dieses Tipi gebaut.

Die Jugendlichen haben als Attraktion für das Bärghuis Schönbüel dieses Tipi gebaut.

Bild: PD

Zum anderen haben die jungen Berufsleute geholfen, ein älteres Gebäude zu sanieren und neue Türen einzusetzen. Das Dach dieses Gebäudes wurde mit Plastik und Erde zugedeckt und ein Hag errichtet. Vor der Klä­rungs­anlage wurde ein Fundament aus Beton gegossen, mit Ankern versehen und eine Abdeckplane gespannt.

Harte Arbeit an einem neu errichteten Fundament, aber mit grandioser Bergsicht.

Harte Arbeit an einem neu errichteten Fundament, aber mit grandioser Bergsicht.

Bild: PD

Auch ein Wanderweg, an welchem bereits letztes Jahr gearbeitet wurde, war Teil des Projekts. Mit einem kleinen Bagger verbesserten die Jugend­lichen diesen wunderbar ge­legenen Pfad im Dienste der Allgemeinheit. Das Wetter spielte mit und das ungleiche, aber motivierte Team kam zügig voran. Betreuer Fredel Abegglen von der Gasser Felstechnik AG stellt fest:

«Die Fähigkeiten aus den verschiedenen Lehrberufen ergänzen sich super.»

Lungern aus der Vogelperspektive

Für ihren Einsatz wurden die Lernenden mit einem beson­deren Highlight belohnt: Am Freitag kam ein Helikopter an­ge­flogen, und die überraschten Jugendlichen durften einen mehr­minütigen Rundflug über Lungern geniessen. Dank des guten Wetters, das schon die ganze Woche währte, bot sich ihnen eine hervorragende Sicht auf See und Berge.

Zur grossen Überraschung aller gab es als Belohnung einen "Local Flight" mit dem Helikopter.

Zur grossen Überraschung aller gab es als Belohnung einen "Local Flight" mit dem Helikopter.

Bild: PD

Aber auch sonst war die Woche für die Aus­zubildenden spannend und lehrreich. «Wo sonst arbeiten Maurer, Fahrzeugschlosser, Kauffrauen oder ein Media­matiker Hand in Hand? Wir hatten zudem eine tolle Übernachtungsmöglichkeit im Berghaus und wurden gut verpflegt», freut sich die Lernende Kauffrau Fabienne Niederberger. Und auch Betreuer Abegglen zeigt sich mehr als zu­frieden:

«Die Lernenden haben viel erreicht
und können stolz auf diese Woche zurückblicken. Ein gelun­genes Gemeinschaftswerk!»
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