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Gemeinde Sachseln muss mehr Löschwasser bereitstellen

Die Jahresrechnung 2018 schliesst mit einem Überschuss von 9459 Franken ab. Solch solide Zahlen erlauben unter anderem den Beitrag von einer halben Million an den kostspieligen Neubau des veralteten Wasserreservoirs Obflue.
Romano Cuonz
Sachselns Gemeindepräsident Peter Rohrer will den Bürgern beliebt machen, dass das Wasserreservoir Obflue abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. (Bild: Romano Cuonz (Sachseln, 29. April 2019))

Sachselns Gemeindepräsident Peter Rohrer will den Bürgern beliebt machen, dass das Wasserreservoir Obflue abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. (Bild: Romano Cuonz (Sachseln, 29. April 2019))

«Wenn man sieht, wie stark unsere Gemeinde in den letzten Jahren gewachsen ist, wird klar, warum wir das alte Wasserreservoir Obflue ersetzen müssen», sagt der Sachsler Gemeindepräsident Peter Rohrer. Ein Kredit von einer knappen halben Million Franken zur Finanzierung des Löschwasseranteils beim geplanten Neubau ist denn auch der grösste Brocken, dem die Sachsler am 22. Mai an der Gemeindeversammlung zustimmen sollen.

Die Wasserversorgung Sachseln beabsichtigt, das bestehende Wasserreservoir Obflue aus dem Jahr 1939 abzubrechen. An dessen Stelle soll ein Neubau kommen. «Die derzeitige Anlage entspricht weder den hygienischen noch den technischen Anforderungen unserer Zeit», begründet Rohrer. Auch würde ihr Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern in Zukunft weder fürs Trink- und Brauchwasser noch fürs Löschwasser genügen.

Um für die kommenden Jahre gewappnet zu sein, soll anstelle des alten Reservoirs ein neues mit einem Volumen von total 1250 Kubikmetern errichtet werden. Damit ergäbe sich die vom Feuerwehrinspektorat Obwalden geforderte Reserve an Löschwasser von 300 Kubikmetern und dazu auch jene an Brauchwasser von 950 Kubikmetern.

Der Neubau kommt die Investoren teuer zu stehen: Insgesamt betragen die Kosten 2,06 Millionen Franken. Über diese Gesamtsumme muss die Bezirksgemeindeversammlung der Wasserversorgung Sachseln am 5. Juni befinden. Jedoch: An die Baukosten erwartet sie aus der kantonalen Feuerwehrkasse einen Beitrag von 40 Prozent. Überdies verpflichtet das Feuerwehrgesetz die Einwohnergemeinde, stets für genügend Löschwasser zu sorgen. Deshalb haben die Stimmbürger über die halbe Million zu befinden. Wenn die Subventionen wie erwartet eintreffen, bleiben der Gemeinde Nettokosten von rund 300000 Franken.

«Weil in naher Zukunft diese und noch viele andere Aufgaben auf uns zukommen, bin ich sehr froh, den Einwohnern positive Zahlen präsentieren zu können», sagt Sachselns Finanzchef Werner Nolte. Die Eckzahlen, die er in der Jahresrechnung 2018 präsentieren kann, sind in der Tat höchst erfreulich. Aufgrund höherer Steuereinnahmen und einer guten Ausgabedisziplin schloss man um 813600 Franken deutlich besser ab als budgetiert. Dieses gute Ergebnis erlaubte Sachseln, sein Eigenkapital zu stärken und eine zusätzliche Einlage von 1,4 Millionen in die Reserve vorzunehmen. In der Rechnung wird dann noch ein Ertragsüberschuss von 9460 Franken ausgewiesen.

Steuererträge deutlich besser als bisher

Grund für die guten Zahlen: Die Steuererträge haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Bei den natürlichen Personen liegen sie 182000 und bei den juristischen 580000 Franken über dem Budget. Bei aller Freude über so stabile, in allen Bereichen gute bis sehr gute Zahlen warnt Nolte: «Eine Steuersenkung ist für uns kein Thema, und auch auf die Zwecksteuer von 0,25 Einheiten für die Schulhausbauten sind wir weiterhin dringend angewiesen.» Warum das so ist, zeigen einerseits die Nettoschulden, die mit 254 Franken zwar gering, aber eben doch noch einmal leicht angestiegen sind. Vor allem aber stand – und steht – die Gemeinde Sachseln vor überaus hohen Investitionen.

Schon beschafft sind zwei neue Feuerwehrfahrzeuge. Abgeschlossen sind Sanierungen beim Edisriederbach und beim Allmendgräbli. Auf gutem Weg und bisher gut im Budget sei man, so Nolte, auch beim Türli-Schulhaus-Neubau. Millionenprojekte, die Sachseln demnächst in Angriff nehmen muss, sind der Neubau des Arni-Schulhauses, die Erneuerung des Wärmeverbundes und vor allem auch ein aufwendiges Hochwasserschutzprojekt beim Sigetsbach. Nolte sagt zuversichtlich: «Wir können davon ausgehen, dass die Steuereinnahmen unserer Gemeinde auch in den nächsten Jahren kontinuierlich gut bleiben.»

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