Leserbrief
Gemeinde Alpnach soll ihren Boden für öffentliche Zwecke behalten

«Alpnach will das Zentrum verdichten», Ausgabe vom 15. Februar

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Der Gemeinderat verhängt eine Planungszone auf den Parzellen Spritzenhaus, Schmitte, Pavillon, ehemaliger Konsum etc. Gemäss öffentlicher Ausschreibung setzt er verschiedene Bestimmungen gemäss einem verbindlichen Plan fest, dies in Ergänzung zum Bau und Zonenreglement.

Verfänglich ist, dass neue Bestimmungen erst nach einer vom Stimmvolk genehmigten Zonenplanrevision Gültigkeit erfahren. Wenn betroffene Grundeigentümer mit diesen beabsichtigten Änderungen nicht einverstanden sind, müssen sie sich dem widersetzen. Ich frage mich generell, ob gute Projekte wirklich durch Zwang und Erheben von Planungszonen entstehen.

Es wird immer wieder die Wichtigkeit der inneren Verdichtung hochgepriesen, so auch im Alpnacher-Blettli. Ich sehe unter den Änderungen lediglich eine kleine Verbesserung in der Bauhöhe. Die Grenzabstände werden zum Teil noch vergrössert.

Die Gemeinde beabsichtigt ihre zum Teil in der öffentlichen Zone liegende Fläche, aus dieser Zone zu entlassen und neu einer Wohn- und Gewerbezone zuzuteilen (K4). In Anbetracht, dass diese öffentliche Zone an das Schulareal angrenzt, bin ich der Meinung, dass der gemeindeeigene Boden der öffentlichen Zone erhalten bleiben soll.

Warum soll die Gemeinde im Wohn- und Gewerbebereich aktiv werden? Ist dies Aufgabe des Gemeinderates? Die Gemeinde soll sich für gute Bedingungen einsetzen. Ihr Ziel muss sein, diese rund 2000 Quadratmeter eigenen Boden für öffentliche Zwecke zu behalten. Die in der letzten Revision sistierte öffentliche Zone im Chilcherli nützt uns nichts.

Ein Erhalt an Eigentum in dieser Überbauung, wie dies auch im Alpnacher-Blettli berichtet wurde, macht keinen Sinn und ein Bedarf ist nicht ausgewiesen. Die Bearbeitung muss sich auf das Wesentliche, wie Umzonung, Parzellierungsbegehren, Erschliessung etc. beschränken.

Ernst Wallimann, Alpnach