Obwaldner Gemeinden haben insgesamt erstmals ein Nettovermögen

Obwalden Im Jahr 2018 wiesen die Obwaldner Gemeinden insgesamt erstmals ein Nettovermögen aus, wie die kantonale Finanzkontrolle in einer Mitteilung zur Finanzstatistik über die sieben Gemeinden schreibt. In allen Gemeinden gab es eine Verbesserung: Ihr Vermögen stieg oder ihre Schuld sank.

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Obwaldner Fahne. (Bild: Robert Hess)

Obwaldner Fahne. (Bild: Robert Hess)

(sda) Im Jahr 2018 wiesen die Obwaldner Gemeinden insgesamt erstmals ein Nettovermögen aus, wie die kantonale Finanzkontrolle in einer Mitteilung zur Finanzstatistik über die sieben Gemeinden schreibt. In allen Gemeinden gab es eine Verbesserung: Ihr Vermögen stieg oder ihre Schuld sank.

Alle Einwohnergemeinden erzielten 2018 in der Erfolgsrechnung ein positives Ergebnis. Die Budgets rechneten insgesamt mit einem Ertragsüberschuss von 1,3 Millionen Franken, schliesslich resultierte ein Gewinn von 4,5 Millionen Franken. Die Gründe für die Verbesserungen seien je nach Gemeinde unterschiedlich. Die Finanzkontrolle nennt unter anderem höhere Steuereinnahmen, höhere Erträge aus dem Finanzausgleich oder eine gute Ausgabendisziplin.

Erstmals haben alle Gemeinden zusammen ein Nettovermögen. Dieses belief sich Ende 2018 auf 12,7 Millionen Franken. Ende 2017 wurde noch eine Nettoschuld von 3,3 Millionen ausgewiesen.

Sarnen, Kerns, Lungern und Engelberg wiesen Ende 2018 wie im Vorjahr ein Nettovermögen aus. In den vier Gemeinden nahm dieses zu. Das grösste Nettovermögen pro Kopf hat Sarnen mit 1708 Franken (2017: 1097 Franken), das kleinste Lungern mit 674 (483) Franken.

Verbessert haben sich aber auch die drei Gemeinden Giswil, Alpnach und Sachseln, die alle eine Nettoschuld haben. In Alpnach sank die Nettoschuld pro Einwohner von 1939 Franken auf 1744 Franken, in Giswil von 2271 auf 2205 Franken und in Sachseln von 592 auf 254 Franken.

Diese drei Gemeinden haben je einen Nettoverschuldungsquotienten von unter 100 Prozent, das heisst, sie könnten mit den jährlichen Steuereinnahmen ihre Nettoschuld vollständig abtragen. Gemäss Finanzkontrolle sind dies «gute Werte». Als gut beurteilt sie auch die tiefe Zinslast. (sda)