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GEMEINDERAT: Kerns plant grosse Investition in Schulbauten

Mit einer Basisstufe und Mehrjahrgangsklassen will der Gemeinderat die Schule im Melchtal stärken. Im Gegenzug müssten in ein paar Jahren alle Kinder aus St. Niklausen in Kerns zur Schule.
Markus von Rotz
Visualisierung der geplanten Aufstockung beim Schulhaus Dossen in Kerns. (Bild: PD)

Visualisierung der geplanten Aufstockung beim Schulhaus Dossen in Kerns. (Bild: PD)

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

«Die Schule zu schliessen, ist halsbrecherisch. Noldi, du verlierst alle Sympathien», sagte die damalige Lehrerin und Kantonsrätin Silvia Windlin, als in St. Niklausen über die geplante Schliessung der Primarschule und die Verlegung der Kinder ins Melchtal informiert wurde. Das war im Dezember 2008 und ging an die Adresse des damaligen Gemeindepräsidenten Arnold Wagner. Die Opposition war an jenem Abend so gross, dass der Gemeinderat vorerst einen Rückzieher machte. Doch im Sommer 2010 nahmen die letzten 14 Kinder Abschied von ihrem Schulhaus. Inzwischen haben sie sich daran gewöhnt, dass sie bis zur 4. Klasse ins Melchtal und dann nach Kerns gehen. Jetzt aber müssen die Kinder und Eltern in St. Niklausen wohl wieder umdenken.

Ja zum Melchtal trotz sinkenden Schülerzahlen

Der Kernser Gemeinderat hat gestern mitgeteilt und am Abend auch öffentlich darüber informiert, dass alle St. Niklauser ab 2020/21 wohl neu in Kerns die Schulbank drücken werden. Die Überlegung dahinter: Weil die Kinderzahl im Melchtal rückläufig ist, will der Gemeinderat dort eine sogenannte Basisstufe vom Kleinkindergarten bis zur 2. Klasse und Mehrjahrgangsklassen von der 3. bis zur 6. Klasse einführen. So könne im Melchtal «der Charakter einer Dorfschule erhalten und verstärkt werden». Zudem könne man mit dem altersdurchmischten Lernen «eine bewährte, pädagogisch sinnvolle Lösung» umsetzen. In diesem Modell aber hätten die Kinder aus St. Niklausen nicht mehr Platz. Der Gemeinderat rechnet aber über die ganze Gemeinde nach wie vor mit steigenden Schülerzahlen. Auch wenn die durchschnittliche Klassengrösse in den vergangenen sieben Jahren von 16,5 auf 18,5 Kinder gestiegen sei und tendenziell noch steige, brauche es bis 2023/24 ­voraussichtlich drei weitere ­Klassenzimmer.

Investitionen von 6,4 Millionen Franken

Der Gemeinderat will überdies von 2018 bis 2022 an die 6,4 Millionen Franken in Schulbauten investieren, 3,4 Millionen ins Schulhaus Dossen, davon 2 für eine Aufstockung mit vier zusätzlichen Zimmern. Weitere 2 Millionen in die Sanierung des Schulhauses Melchtal und 1 Million für die Fassadensanierung des Schulhauses Büchsmatt. Die Herbstgemeindeversammlung soll dafür einen Planungskredit bewilligen.

Hinweis

Wie der Gemeinderat seine Haltung begründet und wie es gestern am Informationsanlass tönte, lesen Sie am Freitag bei uns.

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