GEMEINDEVERSAMMLUNGEN: Demokratische Schmerzgrenze erreicht?

Gemeindever­sammlungen werden immer schlechter besucht. Der alte Zopf müsse weg, hört man zuweilen sagen. Doch niemand will eine Reform lostreten.

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Paul Federer, Sarner Gemeindepräsident. (Bild Markus von Rotz/Neue OZ).

Paul Federer, Sarner Gemeindepräsident. (Bild Markus von Rotz/Neue OZ).

«An der Gemeindeversammlung nehmen Bürger teil, die politisch hochinteressiert sind und uns aktiv Fragen stellen», sagt der Sarner Gemeindepräsident Paul Federer. Den Anlass charakterisiert er als «offen, ehrlich und nicht aggressiv», den direkten Austausch mit der Bevölkerung schätzt er sehr. Trotzdem hegt er gegenüber der altehrwürdigen demokratischen Einrichtung auch Bedenken: «Durchschnittlich sind 100 bis 150 Stimmberechtigte anwesend. Sie entscheiden teils über eminent wichtige Geschäfte wie Umzonungen.» Das entspricht nur 1,4 bis 2,1 Prozent der Stimmbürger.

Unter den Ob- und Nidwaldner Gemeinden schneidet der Hauptort Sarnen bei generell tiefen Beteiligungen am schlechtesten ab. Auch das regelmässig spendierte Apéro und die gelegentlichen Konzerte, mit denen die harten politischen Traktanden aufgelockert werden sollen, vermochten die Leute bisher nicht aus den Stuben in den Gemeindesaal zu locken.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 2. November.