Geologe warnt alle Lift-Betreiber

Der Mast einer Sesselbahn auf Lungern-Schönbüel ist aus dem Fundament gedrückt worden. Experten sind nachdenklich, die Herstellerfirma schliesst indes einen Materialfehler aus.

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Steht quer in der Landschaft: Der herausgedrückte Sessellift-Mast. (Bild: Corinne Glanzmann)

Steht quer in der Landschaft: Der herausgedrückte Sessellift-Mast. (Bild: Corinne Glanzmann)

Steht quer in der Landschaft: Der herausgedrückte Sessellift-Mast. (Bild: Corinne Glanzmann)

Steht quer in der Landschaft: Der herausgedrückte Sessellift-Mast. (Bild: Corinne Glanzmann)

Fachleute haben am Montag über einen aus dem Fundament gerissenen Masten bei der Sesselliftbahn im Skigebiet Lungern-Schönbüel gestaunt. «Noch nie gesehen» oder «unglaublich», hiess es. Am Dienstag nun mutmassten Fachleute über die Ursachen.

Geologe Beat Keller wurde für diesen Fall beigezogen. Er sagt: «Dieser Masten wurde ja verschiedentlich in den vergangenen Jahren durch grössere Schneemassen belastet. Bislang hielt er dem Testdruck problemlos stand. Weil er diesmal versagt hat, muss man davon ausgehen, dass dieses Jahr ein zusätzliches Phänomen vorhanden war.» Generell ist er der Ansicht, dass in diesem Winter sehr spezielle Witterungsverhältnisse vorherrschen. «Demzufolge tun alle Bahnbetreiber gut daran, exponierte Masten vorsorglich vom Schneedruck zu befreien.»

Die Sesselbahn auf Lungern-Schönbüel wurde von der Firma Garaventa mit Hauptsitz in Rotkreuz gebaut. Peter Baumann, Direktor für Marketing und Verkauf bei Garaventa, sagt: «Mit knapp 13 Jahren ist die Bahn sicher nicht veraltet. Obschon derzeit das Untersuchungsergebnis noch aussteht, schliesse ich Konstruktions- oder Materialfehler unsererseits klar aus.»

Simone Hinnen

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