GERICHT: Obergericht glaubt Tempobolzer nicht

Zwei Motorradfahrer sind vor vier Jahren am Brünig in die Radarfalle geraten. Statt erlaubte 80 fuhren sie 150 km/h. Der Töffbesitzer hat nun die «Quittung» erhalten.

Drucken
Teilen
Das Gerichtsgebäude in Sarnen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Das Gerichtsgebäude in Sarnen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Das Obergericht Obwalden hat dieser Tage ein Urteil des Kantonsgerichtes vom Januar 2008 korrigiert und den Besitzer der beiden Töffs wegen grober Verkehrsregelverletzung verurteilt.

Trotz der massiven Geschwindigkeitsüberschreitung waren die angeklagten Luzerner Motorradfahrer, Vater und Sohn, damals vor Kantonsgericht mangels Beweisen freigesprochen worden. Sie hatten vor Gericht behauptet, am betreffenden Tag nicht selber gefahren zu sein.

Der Töffbesitzer sagte aus, er habe die Motorräder zwei deutschen Kollegen für einen Ausflug überlassen. Von den beiden Männern kenne er aber nur die Vornamen Martin und Wolfgang.

Mit Urteil vom 16. Juli 2009 hat das Obergericht nun das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und den Töffbesitzer der groben Verkehrsregelverletzung infolge Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit für schuldig gesprochen. Es verurteilte den heute 57-jährigen Angeklagten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 90 Franken und einer Busse von 1000 Franken.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.