Geschlossene Allianz wirft SVP raus

Die SVP verliert mit Christoph von Rotz den Nationalratssitz im Kanton Obwalden. Gewählt ist der CSP-Politiker Karl Vogler. Er will sich in Bern der CVP-Fraktion anschliessen.

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Das Endergebnis der Nationalratswahlen in Obwalden. (Bild: bac)

Das Endergebnis der Nationalratswahlen in Obwalden. (Bild: bac)

Der Rechtsanwalt Karl Vogler (CSP) erreichte 8896 Stimmen, Christoph von Rotz (SVP) lediglich 6739. Damit ist der Sitz, der die SVP vor vier Jahren erobert hat, wieder weg. Die Stimmbeteiligung lag bei 64,27 Prozent.

Überraschend hatte die CVP vor vier Jahren ihren Nationalratssitz an die SVP verloren. Ein wilder, der CVP nahe stehender Kandidat hatte dem offiziellen CVP-Kandidaten Stimmen weggenommen und so den Erfolg des lachenden Dritten - Christoph von Rotz von der SVP - ermöglicht.

Die CVP wollte in diesem Jahr den Sitz zurückerobern, nominierte aber einen Kandidaten, der bei den andern Parteien keinen Rückkhalt fand. FDP, CSP und SP portierten deshalb den christlichsozialen Karl Vogler. Nachdem der CVP-Kandidat das Handtuch warf, stellte sich auch die CVP hinter Vogler.

Vogler will zur CVP-Fraktion

Der 55-jährige Anwalt und ehemalige Kantonsrat Karl Vogler gilt als Mann des Zentrums, für den die Interessen des Kantons über der Parteipolitik stehen. Die Enttäuschung der CVP, keinen eigenen Mann nach Bern zu entsenden, dürfte gemildert werden durch Voglers Zusage, sich der CVP-Fraktion anzuschliessen.

rem/sda