Geschlossene Beizen
Alpnacher Gastronomen verlängern ihre gemeinsame Take-away-Aktion

Die Kampagne mit dem Alpnacher Take-away-Pass kommt an. Nach dem neusten Entscheid des Bundesrates wird das Angebot bis März verlängert.

Matthias Piazza
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Die Kochlehrlinge Thomas von Ah (links) und Lukas Wettstein bereiten im Landgasthof Schlüssel ein Take-away-Menu zu.

Die Kochlehrlinge Thomas von Ah (links) und Lukas Wettstein bereiten im Landgasthof Schlüssel ein Take-away-Menu zu.

Bild: PD (Alpnach, 13. Februar 2021)

Wer mindestens einmal bei jedem der neun Alpnacher Gastrobetriebe etwas als Take-away bestellt hat, wird mit einem Geschenk belohnt und nimmt an der Verlosung für ein Wellness-Weekend in einem Walliser Fünfsterne-Hotel teil. Die Aktion, welche die Alpnacher Wirte gemeinsam Ende Januar lancierten, kommt an.

«Sämtliche 2000 Pässe, die wir gedruckt haben, sind nun im Umlauf»,

freut sich Kari Langensand, Wirt des Landgasthofs Schlüssel und Mitglied der IG Alpnacher Gastro-Betriebe. Diese wurde während der Coronapandemie ins Leben gerufen. «Mit der Aktion wollten wir erreichen, dass die regionale Bevölkerung den Alpnacher Restaurants treu bleibt und ihr Essen nicht bei irgendwem bestellt. Das ist uns gelungen.»

Kochlehrlinge haben Arbeit dank Take-away

Take-away könne zwar bei weitem nicht die Einnahmenausfälle aufgrund der verordneten Restaurantschliessungen kompensieren. «Aber so zeigen wir der Bevölkerung, dass wir nicht bloss jammern. Zudem können wir so auch die Kochlehrlinge beschäftigen.»

Eigentlich war die Aktion bis Ende Februar befristet. Nachdem der Bundesrat am Mittwoch verkündet hat, dass die Restaurants im Gegensatz zu den Geschäften am 1. März nicht öffnen dürfen, hat die IG entschieden, dass der Take-away-Pass bis Ende März angeboten wird. Für vollständige Karten gibt es weiterhin Sofortpreise und Anfang April eine zweite Hauptpreis-Verlosung.

Trotz Take-away: Mit der Verlängerung des Beizen-Lockdowns spitze sich die Situation im Gastgewerbe zu. «Viele von uns blicken mit grosser Ungewissheit und Existenzängsten in die Zukunft», sagt Kari Langensand. «Kein Alpnacher Betrieb hat bis heute vom Staat einen Franken erhalten, um die laufenden Fixkosten und entstandene Schäden zu berappen. Erste Teilzahlungen folgen frühestens in der zweiten Märzhälfte – nach einem Jahr staatlicher Pandemiebekämpfung», beklagt er.

Weitere Informationen dazu: www.gastro-alpnach.ch