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In Alpnach wurde geschwungen und geehrt

Drei Tage nach dem grossen Brünigschwinget stand in Alpnach das 2. «Suscht äs Schwinget» auf dem Programm. Ein sportlicher Leckerbissen für Amateure, an dessen Rande zudem Sportpreise vergeben wurden.
Robert Hess
Harter Schlussgang-Kampf zwischen Roger Büeler (Sieger, links) und Christian Häfliger.

Harter Schlussgang-Kampf zwischen Roger Büeler (Sieger, links) und Christian Häfliger.

«Eigentlich kann ich gar nicht schwingen», bemerkte der 39-jährige Arther Roger Büeler nach seinem Sieg im Schlussgang am späten Nachmittag des Bundesfeiertages. «Selbstverständlich treibe ich regelmässig Sport und habe vor diesem Schwinget auch einige Male im Schwingkeller trainiert, aktiver Schwinger war ich aber nie.» Der von einem Alpnacher OK auf die Beine gestellte Anlass ist am 1. August zum zweiten Mal auf dem Schwingplatz beim Landgasthof Schlüssel in Alpnach durchgeführt worden. «Jedermann ab 16 Jahren kann sich anmelden, einzige Voraussetzung ist, dass er nie Aktivschwinger war», besagt das Reglement.

Beim Anmeldeschluss am 1. August um 12 Uhr zierten 40 junge Männer aus den Kantonen Zug, Schwyz, Bern, Luzern, Aargau sowie Ob- und Nidwalden die Teilnehmerliste. Zudem ist auch der 16-jährige Niven Kathriner aus Astoria New York nach Alpnach gereist, wo er familiäre Wurzeln hat. Seine Sportart sei eher Judo, hiess es auf dem Platz. Das fehlende Schwingertraining kümmerte den jungen Mann wenig, sodass er gleich beim ersten Wettkampf im Sägemehl zusammen mit fünf andern den 6. Rang holte.

Nach dem Schlussgang «fix und fertig»

Wohl über 600 Zuschauer sorgten für Unterstützung der Wettkämpfer und gleichzeitig für heitere Stimmung am Plauschschwingfest mit einem einzigen Sägemehlring. Nicht überraschend hielten sich die schwingtechnischen Fertigkeiten der Amateure in Grenzen, sodass vom Speakertisch mit Chrigl Reinhard und Marc Schröter dann und wann der Zwischenruf zu hören war: «Einen Hunderter für einen echten Brienzer!»

Höhepunkt war ein hart umkämpfter Schlussgang mit Roger Büeler aus Arth und Christian Häfliger aus Malters. Kurz vor Ablauf der Zeit von 10 Minuten drückte Büeler seinen Gegner auf den Rücken, worauf sich beide «fix und fertig» einige Minuten auf dem Boden erholen mussten. Da der Sieger keinen Bezug zur Landwirtschaft hat und das Preisgeld nahm, durfte das Muneli «Suscht» in den Äschi-Stall zurückkehren.

Eine Pause nach dem dritten Gang bot Alex Christen und Patrick Küng im Namen des Organisationskomitees Alpnacher Sportpreis die Gelegenheit, den diesjährigen Preis zu verleihen. Die mit 500 Franken dotierte Anerkennung wird seit 1992 alle zwei Jahre im Andenken an die Sportförderer Alois Mathis und Martin Wallimann vergeben.

Zwei aus dem Skisport geehrt

Ausgewählt wurde die in Alpnach aufgewachsene Skirennfahrerin Priska Nufer vom Swiss-Ski A-Kader. Sie befindet sich derzeit im Training in Zermatt, sodass sie nicht anwesend sein konnte. Nufer fuhr erstmals 2007 ein FIS-Rennen und glänzte zuletzt an den vergangenen Schweizer Meisterschaften in Davos mit dem Titel in der Abfahrt und dem zweiten Rang im Super G. Sie gehört derzeit in der Abfahrt zu den besten 30 Fahrerinnen der Welt.

Mit dem Preis als Sportförderer wurde der Alpnacher Kurt Hess ausgezeichnet. Er war unter anderem 11 Jahre Präsident des Obwaldner Skiverbandes, Mitinitiant des Skirennens auf der Balmeregg (Frutt) sowie Speaker verschiedener Skirennen. Grossen Einsatz leistete Hess auch während Jahren als Personalchef an FIS-Rennen und später beim Europacup auf der Cheselen. Für seine Verdienste im Skisport wurde er von Swiss-Ski mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Auf die Frage Alex Christens, was ihm der Preis bedeute, sagte Hess: «Ich betrachte ihn als Anerkennung und Würdigung meines Einsatzes für den Skisport.»

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