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GESETZGEBUNG: Obwalden will Biken im Wald einschränken

Biker sollen sich in den Wäldern Obwaldens nicht mehr abseits der Wege fortbewegen dürfen. Dies schlägt der Regierungsrat im neuen Waldgesetz vor. Er will damit den Konflikt zwischen Sportlern und den Waldbesitzern entschärfen.
Ein Biker unterwegs im Wald. (Bild: Keystone)

Ein Biker unterwegs im Wald. (Bild: Keystone)

Wie der Regierungsrat am Montag mitteilte, ersetzt das neue Gesetz die Forstverordnung von 1960. Das Gesetz ist wesentlich knapper abgefasst als die Verordnung und orientiert sich bezüglich der Gliederung und der Systematik am entsprechenden Bundesgesetz.

Rund 40 Prozent der Fläche Obwaldens ist von Wald bedeckt. Dieser bietet Schutz vor Naturgefahren, liefert Holz, ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere und ist ein beliebter Ort für Erholungssuchende, auch für Biker und Reiter. In der geltenden Waldverordnung fehlen auf diese Freizeitsportler zugeschnittene Regelungen.

Der Regierungsrat geht davon aus, dass sich die Nutzung des Waldes durch den Velosport weiter intensivieren dürfte. Es brauche deswegen Grundsätze für ein reibungsloses Nebeneinander der verschiedenen Waldnutzer.

Gemäss Regierungsrat kommt es vor, dass Bikewege eingerichtet werden, ohne dass vorher die Waldeigentümer kontaktiert worden sind. Mögliche Probleme, die sich daraus ergeben, sind Schäden an Flora und Fauna, aber auch Haftungsfragen. Zudem kann es zu Problemen mit Wanderern und Fussgängern kommen.

Der Regierungsrat will das Velofahren, Mountainbiken und Reiten im Wald nicht verbieten, sondern auf Waldstrassen und -wege sowie spezielle Pisten beschränken. Mit Wegen sind bestehende und dauerhaft eingerichtete Pfade gemeint. Trampelpfade oder Schneisen gehörten nicht dazu, schreibt der Regierungsrat.

Eine weitere Neuerung ist die Definition, was überhaupt als Wald zu gelten habe. Der Regierungsrat möchten den bisherigen, strengen Waldbegriff lockern, weil dieser einschränke, und viele Hecken bereits als Wald eingestuft werden müssten.

Der Regierungsrat möchte deswegen die Mindestfläche von heute 200 Quadratmeter auf 600 Quadratmeter vergrössern. Angehoben werden auch die Mindestbreite und das Mindestalter der Bestockung. Eine Zusatzregelung, dass nicht allein quantitative Kriterien massgebend seien, soll ermöglichen, dass in bestimmten Fällen auch kleinere Flächen als Wald definiert werden können. (sda)

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