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GESUNDHEITSVERSORGUNG: Obwalden will Hausärzte-Rückgang entgegenwirken

Die Regierung will verhindern, dass die Zahl der Hausärzte im Kanton abnimmt. Um Nachfolgeregelungen pensionierter Ärzte zu erleichtern, wird das Praxisassistenz-Programm ausgebaut.
Um in Zukunft genug Hausärzte zu haben, dehnt der Kanton die Regelungen beim Praxisassistenz-Modell aus. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Um in Zukunft genug Hausärzte zu haben, dehnt der Kanton die Regelungen beim Praxisassistenz-Modell aus. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Im Kanton Obwalden arbeiten derzeit rund 30 Hausärzte. Sechs davon würden in den nächsten fünf Jahren das Pensionsalter erreichen, rechnet die Kantonsregierung in ihrer Mitteilung vom Montag vor. Und bis in zehn Jahren seien rund die Hälfte der heute praktizierenden Hausärzte im Pensionsalter.

Seit 2007 beteiligt sich der Kanton Obwalden an einem Praxisassistenz-Programm. Dieses bietet interessierten Assistenzärzten, die an einem Spital tätig sind, die Möglichkeit, ein halbes Jahr in einer Hausarztpraxis zu arbeiten.

Zusätzlich hat der Kanton im November 2016 eine Vereinbarung mit dem Institut für Hausarztmedizin und Community Care Luzern abgeschlossen. Durch dieses Weiterbildungsangebot könnten sich Assistenzärzte mit Interesse für die Hausarztmedizin entsprechende Fachkenntnisse aneignen.

Vor allem für die jüngeren Ärzte sei die Praxisassistenz eine wichtige Hilfe für den Entscheid, zukünftig als Hausarzt zu arbeiten, findet der Regierungsrat. Gleichzeitig entstehe eine erste Vernetzung mit den anderen Hausärzten im Kanton.

Kanton ergreift Initiative

Die Abdeckung durch Hausärzte sei ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung in Obwalden, so die Regierung weiter. Um auch in Zukunft eine genügend grosse Anzahl Hausärzte im Kanton erhalten zu können, baue man nun ein eigenes Praxisassistenz-Modell auf. Dieses soll die bestehenden Angebote ergänzen. Der Kanton arbeite dabei eng mit dem Kantonsspital Obwalden und der Obwaldner Ärztevereinigung OW-Cura zusammen.

Am Praxisassistenz-Programm teilnehmen können gemäss der Kantonsregierung Assistenzärzte, die sich in Weiterbildung zu einem Facharzttitel der Grundversorgung (allgemeine Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin) befinden, über keinen anderen Weiter- oder Facharzttitel verfügen und nach der Erlangung des Facharzttitels einer Praxistätigkeit im Kanton Obwalden nachgehen wollen. Die Praktika dauern in der Regel sechs Monate. Der Kanton beteiligt sich an den Lohnkosten der Praxisassistenten.

pd/dvm

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