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Gewitter führt zu Unterbruch bei der Frutt-Bahn

Die Sportbahnen stellten am Montag den Betrieb temporär ein – aus Sicherheitsgründen. Die Intensität des Gewitters war aussergewöhnlich.
Oliver Mattmann
Zwei Gondeln der Frutt-Bahn. (Bild: Markus von Rotz)

Zwei Gondeln der Frutt-Bahn. (Bild: Markus von Rotz)

Ein starkes Gewitter hat sich am Montagnachmittag direkt über der Gondelbahn auf Melchsee-Frutt entladen. Da wäre es Fahrgästen zweifellos mulmig geworden, zumal etliche Blitze zu Tal schossen. So weit kam es aber nicht, die Sportbahnen unterbrachen den Betrieb vorzeitig. «Das Gewitter zog sehr schnell auf. Als wir registrierten, dass sich die Störzone über die Bahnanlage bewegt, liessen wir keine Personen mehr auf die Gondeln», sagt Geschäftsführer Daniel Dommann. Im Fachjargon: Die Bahn wurde leergefahren.

Dass man in solchen Fällen aus präventiven Gründen die Bahn abstelle, gehöre zur betrieblichen Pflicht, so Dommann. Ausserordentlich war die Intensität und Dauer des überdies sehr stationären Gewitters, das zirka ab 17 Uhr – eine halbe Stunde vor der letzten Talfahrt – niederging. «Im Normalfall dauert ein Unterbruch rund 10 bis 15 Minuten, am Montag konnten wir den Betrieb erst nach rund einer Stunde wieder aufnehmen.»

Gondel ist wie ein faradayscher Käfig

Wegen des Unterbruchs mussten 16 Gäste länger als geplant in der Bergstation ausharren. Laut Dommann sei die Vorsichtsmassnahme auf Verständnis gestossen. «Wir haben die wartenden Gäste mit Decken und Kaffee versorgt. Am Schluss konnten alle sicher die Talfahrt antreten.» Umgekehrt wurden vier Gäste, die zu diesem Zeitpunkt von der Talstation in Stöckalp auf den Berg wollten, mit Dienstfahrzeugen nach oben befördert.

Theoretisch hätte ein Blitzeinschlag eine technische Störung auslösen können. Deshalb wurden vor der Wiederaufnahme des Betriebs standardisierte Kontrollen durchgeführt. Hätte ein Blitz in eine Gondel mit Passagieren eingeschlagen, wäre diesen nichts passiert. «Eine Gondel ist wie ein Auto ein faradayscher Käfig, das heisst elektrisch abgeschirmt», erklärt Dommann. Das Problem sei aber, dass bei Gewitter Spannungsentladungen auf Masten oder dem Bahnseil möglich sind – mit entsprechender Verletzungsgefahr. «Aus diesem Grund könnten wir zum Beispiel keine Evakuation aus der Höhe durchführen, auch wenn eine Notlage dies erfordern würde.»

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