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Matura: Gezittert, gebangt, bestanden

Gross war das Aufatmen und die Freude der 20 Absolventen der Stiftsschule an der Maturafeier in der Klosterkirche Engelberg. Dabei fand der Klassenlehrer allerdings nicht nur lobende Worte für seine Schüler.
Ruedi Wechsler
Die erfolgreichen Absolventen an der Maturafeier der Stiftsschule Engelberg: Luca Bachmann (rechts) nimmt die Gratulation von Bildungs- und Kulturdirektor Franz Enderli entgegen. (Bild: Izedin Arnautovic, Engelberg, 15. Juni 2018)

Die erfolgreichen Absolventen an der Maturafeier der Stiftsschule Engelberg: Luca Bachmann (rechts) nimmt die Gratulation von Bildungs- und Kulturdirektor Franz Enderli entgegen. (Bild: Izedin Arnautovic, Engelberg, 15. Juni 2018)

Matthias Nüssli, Rektor der Stiftsschule Engelberg, erwähnte zu Beginn der Maturafeier am vergangenen Freitagabend die vielen Veränderungen, welche die Schüler während ihrer Zeit in der Schule hinnehmen mussten. «Viele Personen sind gekommen und gegangen. Veränderungen und Flexibilität gehören zum Leben. Oftmals musste dies von den Schülern als Entschuldigung herhalten». Was alle gespannt erwarteten, konnte Matthias Nüssli nachfolgend bestätigen. Alle haben bestanden.

Der Klassenlehrer, Tobias Barmettler, erwähnte rückblickend, dass die «Reise» mit seiner Klasse kein Spaziergang gewesen sei: «Die Schüler haben es nun geschafft, aber wir Lehrpersonen sind es auch. Im Schulhaus herrschte meist ein hoher Lärmpegel und um die Aufmerksamkeit war es nicht zum Besten bestellt. Sobald die Schüler das Schulhaus verlassen haben, mussten wir sie an die kurze Leine nehmen.» Im Höllloch seien sie einmal einmal fast rausgeworfen geworden, weil sich die Schüler zu lebhaft und zu laut bemerkbar gemacht hätten. Beim Besuch der Käserei auf der Gerschnialp habe ausserdem plötzlich ein Teil der Klasse gefehlt. «Nach langer erfolgloser Suche bemerkten wir, dass diese Schüler bereits auf dem Rückweg nach Engelberg waren. Es gab sogar Begleitpersonen, die kein zweites Mal mit dieser Klasse Exkursionen unternehmen wollten», ergänzte der Klassenlehrer zum Schluss.

Applaus für die Schüler (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Raffael Kaufmann holt sein Zeugnis ab (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Sind die Noten gut? (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Niklaus Rotzer auf dem Weg nach vorne. (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Klassenlehrer Tobias Barmettler. (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Gut gemacht! (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Lea Steffen erhält Gratulationen. (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Bildungsdirektor Franz Enderli hält eine Rede. (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
Mit der Fahne nach vorne. (Bild: Izedin Arnautovic, 15. Juni 2018)
9 Bilder

Maturafeier in Engelberg: Die stolzen Absolventen

Wertvolle Investitionen in die Zukunft

Bildungsdirektor Franz Enderli sprach von den schönsten Momenten seiner Regierungstätigkeit: «Das Strahlen der Schüler bei der Diplomübergabe sind auch für mich erfüllende und beglückende Momente. Vielen von uns ist nicht bewusst, dass der Kanton Obwalden 12 Millionen an die Universitäten bezahlt. Für mich ist immer zentral, dass die Schüler den Anschluss an die Hochschulen finden». Tief beeindruckt gab sich Franz Enderli aber auch von den Diplomfeiern im Rütimattli in Sachseln: «Ich durfte miterleben, wie Geistig-Behinderte mit einer unglaublichen Präzision, Achtsamkeit und Sorgfalt Tücher zusammenfalten».

Danach folgte der Höhepunkt für die 20 Absolventen der Stiftsschule Engelberg. Alois Amstutz, Präsident der Maturitätskommission, und Bildungsdirektor Franz Enderli durften ein weiteres Mal in leuchtende Augen schauen und den Schülern die Maturitätszeugnisse überreichen.

Adrenalin statt Blut in den Adern

Die Maturae Johanna Ullrich meinte aus Sicht der Schüler, dass kurz vor den Prüfungen Adrenalin statt Blut in den Adern geflossen war. Kapitulation und Frustration anstelle der Subtraktion habe sich ausgebreitet. «Wir sind am Ziel und die Lehrer sind am ‹Ende›», meinte sie mit einem schelmischen Lächeln. Abschliessend erläuterte Johanna: «Die prägende Zeit wird uns für immer verbinden und ich freue mich jetzt schon auf das erste Klassentreffen in zehn Jahren». Für Laura Kurmann schien kurz vor den Prüfungen die Zeit stehen zu bleiben. Es sei stressig und zugleich langweilig gewesen. «Dank der Vielseitigkeit der Charakterzüge unserer Klasse konnten sich alle einbringen und somit können wir die unvergessliche Schulzeit in Engelberg glücklich abschliessen.»

Josef Widler, Präsident des Alt-Engelberger-Vereins, ergänzte zum Schluss der Feier: «Als ich 1974 hier die Matura absolvierte, sprach man auch von einer schwierigen Klasse. Ihr habt einen wichtigen Lebensabschnitt hier oben verbracht. Aus euch sind in dieser Zeit junge Frauen und Männer geworden. Während sechs Jahren habt ihr immer wieder ‹Zwischensprints› hingelegt und das grosse Ziel mit Bravour erreicht. Die Welt steht euch offen», ermunterte Josef Widler die Maturi und Maturae.

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