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GISWIL: Alle Bisherigen wollen bleiben

Vor vier Jahren verlor die Gemeinde einen von sechs Kantonsrat-Sitzen, was zu Lasten der CVP ging. Wie schon damals tritt kein bisheriges Ratsmitglied ab. Ob sie sich alle halten können?
15 Personen kandieren in Giswil für den Kantonsrat.

15 Personen kandieren in Giswil für den Kantonsrat.

Lisbeth Berchtold musste vor vier Jahren die Abwahl ertragen: Sechs Bisherige traten an, aber Giswil hatte aufgrund der Bevölkerungszahl nur mehr fünf Sitze. Diese teilen sich seither fünf Parteien auf. Der Verlust war für die CVP doppelt schmerzlich, hatte sie doch schon 2010 einen Sitz an die SVP verloren. Und wieder treten alle Bisherigen erneut zur Wahl an, wobei Roger Spichtig (FDP) nicht 2014 gewählt wurde, sondern inzwischen für André Strasser nachgerutscht ist.

Wenn fünf Kandidaten mit dem Bisherigen-Bonus antreten, wird es für den Rest erfahrungsgemäss schwierig. Schliesslich treten nicht weniger als drei Kandidaten pro verfügbaren Sitz an. Vor vier Jahren schafften es die SP (Ambros Albert) und die CSP (Heidi Brücker) nur dank einem Restmandat, einen Sitz zu holen. Beide bekamen damals an der Spitze je einer Dreierliste die kleinsten individuellen Ergebnisse und auch am wenigsten Zusatzstimmen anderer Parteien. Ihnen beiden könnte am ehesten Proporzpech drohen, sollte eine Partei
einen zweiten Sitz holen.

Rechnerisch hat die SVP eine gute Ausgangslage, wenn ihr Trend anhält: Sie erhöhte 2014 die Parteistärke von 18 auf 25 Prozent, derweil die CVP am meisten einbüsste und von 32 auf 27 Prozent sank. Die drei restlichen Parteien blieben ziemlich stabil. Falls sich die Parteistärke nicht markant ändert, wird sich an der Verteilung der fünf Sitze auf fünf Parteien allerdings kaum was ändern, weil die Unterschiede von 15 (SP) bis 25 (SVP) aktuell noch zu gering sind.

Zwar hat keine Partei eine volle Liste mit fünf Kandidaten, der SVP könnte aber helfen, dass sie als einzige vier Kandidaten stellt, darunter das langjährige Zugpferd Albert Sigrist. Er holte zwar 2014 hinter André Strasser nur das zweitbeste persönliche Resultat, liess aber alle anderen Parteikollegen weit hinter sich zurück.

Auf den Listen fällt zudem auf, dass nur mehr 5 von 15 Kandidaten Frauen sind, vor vier Jahren waren es noch deren 7. Vor vier Jahren stellte die CSP mit durchschnittlich 42 Jahren die jüngste Delegation, dieses Jahr ist sie mit 34 Jahren noch jünger geworden. Wie schon 2014 (58) stellt auch dieses Jahr die SP die durchschnittlich (53 Jahre) älteste Delegation.

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

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