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GISWIL: Den Senftuben ein Würstli draufgesetzt

Über 31 Klein- und Grossgruppen begeisterten Hunderte von Schaulustigen am Sonntag beim Fasnachtsumzug in Giswil.
Birgit Scheidegger
Anwohner sind im Streit über die Räumung der alten Mörlistrasse. (Bild: Romano Cuonz (NZ))

Anwohner sind im Streit über die Räumung der alten Mörlistrasse. (Bild: Romano Cuonz (NZ))

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Das Gedröhne wird den Besuchern noch einige Zeit in den Ohren klingen, und der eine oder andere findet eventuell auch noch ein paar bunte Papierschnipsel in den Haaren: Der Umzug in Giswil mit über 30 Klein- und Grossgruppen zeigte einen unerschöpflichen Reichtum an innovativen Ideen. So etwa die Loiwifäger, die ihrer Senftubenverkleidung noch ein Würstchen draufsetzten, oder die Geissälpler Giswil, die originell den Ausverkauf der Heimat inklusive einer Auktion, bei der Scheichs, Inder und Chinesen auf einer Tribüne boten, zeigten. Die Themen der verschiedenen Gruppen waren ausgeklügelt, die Umsetzung genial. Die Bickelstumpfer liessen es mit ihrem ­Käsethema «chli stinkä», die Schlierentaler Maskenliebhaber verteilten als Winzer Traubensaft, und die Melchaa-Tobel-Häxä liessen von ihrem riesigen Luftschiff aus einen wahren Konfettiregen auf die Schaulustigen niedergehen. Zwischendurch schwirrten ein paar Bienen über die Strasse, während ein kleiner Pirat versuchte, seinen Plastiksack mit verstreuten Konfetti zu füllen.

Wild und laut war die Darbietung «Werner Beinhart», bei dem Halbstarke auf knatternden Töffs kreuz und quer über die Strasse flitzten, ordentlich Party machten, auf einem Bauwagen pflasterten und an einem alten Auto schraubten. An Ideen mangelte es den Gruppen nicht. So zeigten die Cholbäfrässer, wie es in einer Bettwarenfabrik zu und her geht, inklusive des neuesten Hits, der «Rupfmaschinä». Kein noch so aktuelles Thema wurde ausgelassen. Egal ob der Atomausstieg oder die ledigen Bauern, die ständig auf der Suche nach der besseren Hälfte sind. «Bruchts es Motto?», fragten die Sompfgugger Seengen.

Beim Giswiler Umzug war alles Trumpf, Hauptsache schrill, bunt und vor allem ausgefallen. Und das waren die Umzugssujets in der Tat: Die Schaulustigen bekamen während rund eineinhalb Stunden Schlag auf Schlag neue Impulse, egal ob von Hexen, Neandertalern oder vom A-Team. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein buntes närrisches Treiben und die Vorfreude auf die nächste Fasnacht.

www. Mehr Bilder zur Fasnacht: obwaldnerzeitung.ch/bilder

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