GISWIL: Der Auenschutz gerät in die Kritik

Die Auen Steinibach und Laui stehen seit 1992 unter Bundesschutz. Das Reglement dafür hat der Kanton erst gerade aufgelegt – und damit Ängste geschaffen.

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Der Giswiler Gemeindepräsident Beat von Wyl (links) und Finanzchef Hansruedi Abächerli oberhalb der Laui. (Bild Corinne Glanzmann)

Der Giswiler Gemeindepräsident Beat von Wyl (links) und Finanzchef Hansruedi Abächerli oberhalb der Laui. (Bild Corinne Glanzmann)

Es formiert sich breiter Widerstand gegen die Schutz- und Nutzungsplanung der beiden Auen Steinibach und Laui, die noch bis zum 15. Dezember aufliegt. Einerseits durch die Gruppe «Gegen Auen in Giswil», die mit einem Flugblatt und einem Sternmarsch mobilisiert. Anderseits durch die Gemeinde, die bei der Regierung bereits Einsprache erhoben hat, sowie einem politischen Vorstoss, den 43 Kantonsräte mitunterzeichnet haben.

Die Argumente überschneiden sich, nicht jedoch die Forderungen: Die Gemeinde Giswil setzt sich für die Anpassung des regierungsrätlichen Reglemententwurfs ein. Die CVP-Motionäre Peter Wälti (Giswil) und Jürg Berlinger (Sarnen) fordern, dass die beiden Auengebiete von nationaler Bedeutung aus dem Bundesinventar gestrichen werden.

«Unser Siedlungsgebiet befindet sich im Einflussbereich der Wildbäche, da muss der Hochwasserschutz höchste Priorität geniessen.» Doch genau das sei im Reglement nicht eindeutig geregelt, erklärt der Giswiler Gemeindepräsident Beat von Wyl.

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