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GISWIL: «Der Markt ist extrem ausgetrocknet»

Nach dem Abgang von Ulrich Schmaltz sucht die Kirchgemeinde keinen neuen Pfarrer. Diakon und Ordenspriester übernehmen.

Nach entsprechenden Abklärungen habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, begründete der Giswiler Kirchgemeindepräsident Moritz Koller auf Anfrage unserer Zeitung den Entscheid, Pfarrer Ulrich Schmaltz sofort freizustellen und das Arbeitsverhältnis auf Ende Mai zu beenden. «Wir haben uns einvernehmlich von Ulrich Schmaltz getrennt.» Unterschiedliche Vorstellungen in der Pfarreiführung wurden als Grund in der Medienmitteilung vom Sonntag angegeben.

Mehr zu den genauen Hintergründen, und wie sich Ulrich Schmaltz zur Angelegenheit äusserte, wollte Moritz Koller nicht sagen, es sei Stillschweigen vereinbart worden.

Einziger valabler Kandidat

Die Frage, ob die Einstellung im November 2013 ein Fehler gewesen sei, verneint er. Man würde wohl wieder gleich vorgehen bei der Suche nach einem Pfarrer. «Der Markt ist extrem ausgetrocknet. Ulrich Schmaltz war damals der einzige Kandidat, der unseren Vorstellungen entsprach», hält Moritz Koller fest. Vorerst sucht die Kirchgemeinde aber keinen neuen Pfarrer. Bis auf weiteres sollen nun Diakon Beat Zellweger und Pater Gabriel Bulai, der in Giswil bereits als Aushilfspriester bekannt ist, die seelsorgerischen Arbeiten übernehmen. Pater Gabriel wird nun zusätzliche Aufgaben in der Pfarreileitung übernehmen. «Mit dieser Lösung sind wir momentan gut abgedeckt.»

Zum Katholizismus konvertiert

Ulrich Schmaltz (56) amtete seit 1. August 2014 als Pfarreiverantwortlicher der katholischen Kirchgemeinde Giswil als Nachfolger von Pfarrer Willi Gasser, der nach 28 Jahren pensioniert wurde. Zuvor hatte Schmalz seit 1990 als reformierter Pfarrer in Erstfeld geamtet und war bei seinem Wechsel nach Giswil zum Katholizismus konvertiert. Trotzdem konnte er weder die Eucharistiefeier durchführen noch die Beichte abnehmen – diese Aufgaben dürfen nur geweihte Priester wahrnehmen.

Seit Anfang Jahr war Ulrich Schmaltz krankgeschrieben. Krankgeschrieben und damit zu 100 Prozent arbeitsunfähig – war Ulrich Schmaltz bereits vor seinem Weggang in Erstfeld. Dies ab Januar 2014 während eines halben Jahres bis zum Ende des Arbeitsvertrages per 31. Juli des vergangenen Jahres.

Ulrich Schmaltz war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Matthias Piazza

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