Giswil erwartet wieder Überschuss

Trotz gutem Budget gilt es, einen Schuldenberg von 15 Millionen Franken abzubauen.

Matthias Piazza
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Solide Zahlen, aber Schulden von früheren Investitionen: die Gemeinde Giswil. (Bild: Dominik Wunderli, 25. April 2019)

Solide Zahlen, aber Schulden von früheren Investitionen: die Gemeinde Giswil. (Bild: Dominik Wunderli, 25. April 2019)

Auch für nächstes Jahr sind die Aussichten in finanzieller Hinsicht rosig. Der Gemeinderat rechnet mit einem Aufwand von 16,1 Millionen Franken. Die Giswiler können demnach übermorgen an der Gemeindeversammlung über ein Budget mit einem Plus von 294500 Franken abstimmen. Auch die Rechnung 2018 schloss schon mit einem Plus ab.

Investiert wird voraussichtlich für 1,9 Millionen Franken netto. 1,7 Millionen Franken ist für die Sanierung der zweiten Etappe des Schulhauses 1860 vorgesehen, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft.

Gemeinderat rechnet mit mehr Steuereinnahmen

Viel investiert wurde 2017/18, sei es in die Sanierung der Bergstrasse, den Bau eines neuen Kindergartens oder für die Entwicklung des Gewerbegebietes Gorgen. Noch immer belaufen sich Darlehen auf über 15 Millionen Franken. «Um diese Schulden in den nächsten Jahren zu reduzieren, wollten wir nur das Nötigste investieren, das heisst im Strassenunterhalt, in der Schulhaussanierung, im Wasserbau, in der ARA Alpnach und im Hochwasserschutz Sarneraatal», sagt auf Anfrage Gemeinderat und Finanzchef Hansruedi Abächerli.

Auch wenn die Gemeinde dieses Jahr voraussichtlich weniger Steuern als budgetiert einnimmt, rechnet der Gemeinderat für nächstes Jahr mit 80 000 Franken mehr Steuereinnahmen, nämlich mit 9,1 Millionen Franken. Dies wegen Änderungen im kantonalen Steuergesetz. Leider zeige die Hochrechnung für das laufende Jahr einen massiven Steuereinbruch bei den juristischen Personen. «2017 und 2018 hatte die Gemeinde ausserordentliche Einnahmen bei den Gewinnsteuern. Nun bewegen sich diese Einnahmen wieder auf dem Niveau von 2016 und früher», so Hansruedi Abächerli.

Die Gemeinde rechnet bis 2025 mit jährlichen Ertragsüberschüssen, einerseits weil Sparrmassnahmen konsequent umgesetzt und andererseits, weil seit Anfang Jahr im Finanzhaushaltsgesetz tiefere Abschreibungssätze vorgeschrieben würden. Doch mit 15 Millionen Franken Schulden bleiben laut Hansruedi Abächerli die Herausforderungen. Beim Wasserbau wird ein Aufwandüberschuss von 93 700 Franken erwartet. Begründet wird dies auch mit grösseren Unterhaltsarbeiten an den Sperren Grosslaui und in diversen Bächen. Investitionen sind für 98 000 Franken vorgesehen. Mehreinnahmen von 86 900 Franken werden bei der Wasserversorgung budgetiert. Für 2020 wird mit Nettoinvestitionen von 1,2 Millionen Franken gerechnet.

Der Kirchgemeinderat rechnet bei einem Aufwand von 1,1 Millionen mit Mehrausgaben von 7600 Franken. Unsicherheitsfaktoren seien nach wie vor die Entwicklung der Steuereinnahmen. Zudem würden 73 100 Franken ordentliche Abschreibungen vorgenommen, davon fürs Pfarrhaus Rudenz 60 400 Franken und fürs Pfarrhaus Grossteil 10 700 Franken, heisst es in der Botschaft.

Gemeindeversammlung: Freitag, 22. November, 20 Uhr, Kulturhalle/Turnhalle 1.