GISWIL: «Hotel» für die kleine Hufeisennase

Als die Korporation das Areal Gorgen erwarb, hausten dort seltene, kleine Fledermäuse. Nun wurde für die Tierchen ein «Hotel» eröffnet.

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Weibchen der Kleinen Hufeisennase haben an den Balken der «Gorgen-Baracke» ihre «Wochenstubenkolonie» eingerichtet. Diese bedrohte kleine Fledermausart kommt in der Schweiz nur noch an wenigen Orten vor. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Weibchen der Kleinen Hufeisennase haben an den Balken der «Gorgen-Baracke» ihre «Wochenstubenkolonie» eingerichtet. Diese bedrohte kleine Fledermausart kommt in der Schweiz nur noch an wenigen Orten vor. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Als die Korporation Giswil alte Armeebauten abreissen wollte, um im Gebiet Gorgen Industrieland zu erschliessen, kam die Überraschung: In zwei Gebäuden wurden Wochenstubenquartiere der Kleinen Hufeisennase entdeckt. Diese seltene Fledermausart kommt schweizweit nur gerade noch in drei Populationen vor und ist vom Aussterben bedroht.

Der Kanton Obwalden veranlasste seinen Fledermausschutzbeauftragten, den Landschaftsarchitekten Alex Theiler, zur Erarbeitung eines Gutachtens. Dieses lag 2011 vor und forderte die Schaffung eines Ersatzquartiers, bevor die bisherigen Quartiere abgerissen würden.

Inzwischen hat die Korporation in Zusammenarbeit mit Alex Theiler ein «Hotel» für die kleinen Tiere gebaut. Rund 50 000 Franken hat sich die Korporation das Holzhäuschen kosten lassen, das ideale Bedingungen für die Fledermäuse bietet. Nun hofft Korporationsrätin Ursula Wolf, dass «die Tierchen all diesen Luxus entdecken und von selbst umziehen, ohne dass wir eine ‹Zwangsumsiedlung› vornehmen müssen.» Zwei Jahre lässt man ihnen dazu Zeit.

red

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