Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

GISWIL: Polizei und Feuerwehr retten Schüler

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste übten gemeinsam. Neben Feuer ging auch von einem bewaffneten Mann Gefahr für die Personen im Schulhaus aus.
Mit einem Hubretter holt die Feuerwehr verletzte Personen aus dem oberen Stock des Schulhauses 57. Diese werden anschliessend in der ­Sanitäts-Hilfsstelle betreut. (Bilder: Martin Uebelhart (Giswil, 21. Oktober 2017))

Mit einem Hubretter holt die Feuerwehr verletzte Personen aus dem oberen Stock des Schulhauses 57. Diese werden anschliessend in der ­Sanitäts-Hilfsstelle betreut. (Bilder: Martin Uebelhart (Giswil, 21. Oktober 2017))

«Bitte kommen Sie schnell, im Schulhaus 57 in Giswil brennt es. Eine männliche Person hat eine andere Person mit einem Messer verletzt. Ich weiss nicht, wo diese sich im Moment aufhält.» Das ist die Alarmmeldung, die am Samstagmorgen kurz vor acht Uhr bei der Polizei eingeht. «Das sind die Informationen, die uns im Moment zur Verfügung stehen», sagt der Giswiler Feuerwehrkommandant Peter Abächerli vor den Gästen, welche die gross angelegte Übung verschiedener Blaulichtorganisationen verfolgen.

Und diese rollen mit starken Kräften an. Polizei, Feuerwehr, Alpine Rettung, Rettungsdienst 144, Samariter und der Koordinierte Rettungsdienst treffen nach und nach auf dem Schauplatz ein. Es zeigt sich, dass Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an einem Workshop teilnehmen. In einem Zimmer im Dachgeschoss findet ein Elterngespräch statt. Der mutmassliche Täter kommt zum Schulhaus und verletzt eine Person, die im selben Moment aus dem Haus tritt. Dann legt er im Erdgeschoss Feuer und geht ins Dachgeschoss.

Nach dem Polizeieinsatz rettet die Feuerwehr

Bereits ist Rauch zu sehen, der aus dem Erdgeschoss dringt. Die Herausforderung für die Rettungsdienste: Bevor die Polizei das Okay gibt, darf niemand das Schulhaus betreten – auch die Feuerwehr nicht. Schon bald gelingt es einer Sondereinheit der Polizei, den Täter zu verhaften und aus dem Gebäude zu bringen. Die Feuerwehr kann mit Lösch- und Rettungsarbeiten beginnen. Bereits hat sie Schlauchleitungen verlegt, und Männer mit Atemschutz dringen ins Gebäude vor.

Auf dem Schulhausplatz geht ein Hubretter der Stützpunktfeuerwehr Sarnen in Stellung. Mit dem Ausleger bringen Feuerwehrleute verletzte Personen in Sicherheit und geben sie an die Rettungsdienste weiter. In der Sanitäts-Hilfsstelle neben der Turnhalle wird die Schwere der Verletzungen begutachtet. Diese sind ganz unterschiedlich. Die Figuranten haben Schockzustände, Verbrennungen oder auch einen Beinbruch nach einem Treppensturz. In zwei Zelten erhalten die rund 20 Verletzten eine Erstversorgung. Mehrere Ambulanzen transportieren sie in Spitäler.

Zusammenarbeit hat geklappt

Rund 200 Personen machten bei der Grossübung mit. Roger Gasser, Übungsleiter der Feuerwehr, wand den Beteiligten bei der Übungsbesprechung ein Kränzchen. Die Zusammenarbeit habe funktioniert. Das betonten auch die Einsatzleiter von Polizei und Rettungsdiensten. Zu verbessern gebe es allenfalls Details. Um solche Verbesserungsmöglichkeiten zu eruieren, mache man solche Übungen. Jene am Samstag war eine der grösseren für Obwaldner Verhältnisse, wie Peter Abächerli sagte.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.