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GISWIL: Ruedi Rymanns Töchter stellen neue CD vor

Sie führen das musikalische Erbe ihres Vaters weiter, die Geschwister Rymann aus Giswil. «Liäbi Tön» nennt sich ihre neueste CD. Am Montag gab's eine Kostprobe, vor 500 Konzertbesuchern.
Monika Van De Giessen
Die Geschwister Rymann präsentierten in Giswil ihre neue CD «Liäbi Tön». (Bild: Monika van de Giessen (Giswil, 28. Januar 2018))

Die Geschwister Rymann präsentierten in Giswil ihre neue CD «Liäbi Tön». (Bild: Monika van de Giessen (Giswil, 28. Januar 2018))

Monika van de Giessen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Es ist das Unverfälschte, das Ursprüngliche, die warmen Naturstimmen und die mit viel Herz gesungenen Melodien, die das Konzert der Geschwister Rymann am Montag einmal mehr zu einem ganz besonderen Hörgenuss machten. Die drei Geschwister Annemarie, Silvia und Peter Rymann führen das Erbe ihres bekannten Vaters weiter.

Ruedi Rymann (1933–2008) war ein echter Sympathieträger und der wohl beliebteste Botschafter des Kantons Obwalden. Giswils Gemeindepräsident Beat von Wyl dazu: «Rymanns Ausstrahlung ist für unsere Gemeinde sehr wohltuend.» Wer Ruedi Rymann persönlich kannte, der erinnert sich gerne an den liebenswürdigen Jodler und Komponisten. Der Giswiler brauchte keinen PR- und Kommunikationsberater, keinen Pressesprecher und keinen Studienlehrgang an der Musikhochschule. Er blieb stets sich selber treu, trotz beeindruckendem Leistungsausweis. Bescheiden, mit der Heimat und der Natur verbunden.

«Liäbi Tön», von Herzen zu Herzen

Die beiden jodelnden Schwestern Annemarie Berchtold-Rymann und Silvia Rymann haben zusammen mit ihrem Bruder Peter Rymann als Begleiter auf dem Schwyzerörgeli eine neue CD unter dem Titel «Liäbi Tön» (Phonoplay) herausgegeben. Am Sonntag gab’s vor 500 Konzertbesuchern in der Kirche Grossteil Giswil einige Kostproben daraus zu hören.

Zum grossen Erfolg der neuen Produktion trugen die Ländlerkapelle René Jakober und die Schwyzerörgeliformation Echo vom Loiwital bei. Jodelgesang, Ländlerkapelle und Schwyzerörgelimusik flossen in einer einmaligen Symbiose zusammen. Es war ein absoluter Hörgenuss und zeigte einmal mehr, dass sich der Jodlerverband Gedanken machen sollte, an Jodlerfesten nicht «nur» das Akkordeon und das Schwyzerörgeli als Begleitinstrument zuzulassen.

«En Tag zum Fyre»

«Wir sind überwältigt, vor so vielen Konzertbesuchern singen zu dürfen», sagte Annemarie Berchtold-Rymann, die am Sonntag auch ihren 53. Geburtstag feiern durfte. «En Tag zum Fyre» sei es, meinte Silvia Rymann und bezog sich dabei auf das gleichnamige Jodellied von Christoph Walter und Annegret Brunner. Sie verriet, dass in die neue CD viel Herzblut geflossen sei.

Genau das ist es, was der Komponist und Jodler Edi Gasser aus Giswil immer betont, so auch am Sonntag: «Jodeln ist eine Herzensangelegenheit.» Mit Herz jodeln sei eine Stärke der Geschwister Rymann, das man an keiner Hochschule lernen könne. (Anm. der Redaktion: Das Departement Musik der Hochschule Luzern bietet ab Herbst das Hauptfach Jodel an. Edi Gasser, ein grosser Verfechter des unverfälschten Naturjodels dazu: «Man muss aufpassen, dass dabei die regionale Eigenheit nicht verloren geht.»

Es ist schwierig, die Rosinen aus dem hochkarätigen Konzert herauszupicken. Beeindruckend das Jodellied «Jetzt wemmer eis jödele» in der Version Rymann. Dabei liessen die Geschwister Melodien des Berner Komponisten Adolf Stähli (wiä d’Bäärner tüä äis jödele) oder «Wiä d’Äntlibuecher tüä äis jödele» den Hit des Entlebucher Komponisten Ruedi Bieri «Dini Seel ä chli la bambälä la» einfliessen. Und wie die Obwaldner jodeln, das zeigten die Geschwister auf eindrückliche Art und Weise.

Zu jedem Vortrag wurde auf einer Leinwand das dazu passende Bild eingeblendet. Die stimmungsvollen Bilder stammten von Trudi Haas aus Kriens. Emotionen pur und Tränen der Rührung, als das typische Bild des unvergessenen Jodlers Ruedi Rymann als Schacher Seppli eingeblendet wurde. Beim Lied «Dr Schacher Seppli», dem wohl erfolgreichsten Titel von Ruedi Rymann gab’s stehende Ovationen. Selbstverständlich durfte auch der «Gemsjäger» nicht fehlen. Es ging unter die Haut, als die Konzertbesucher zusammen mit allen Interpreten den «Gemsjäger» sangen.

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