GISWIL: Wasserkraftwerk liefert noch mehr Strom

Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) hat im Kraftwerk Unteraa in Giswil nach zweieinhalbjähriger Bauzeit eine neue Wasserturbine in Betrieb genommen. Sie ersetzt das Kraftwerk in Kaiserstuhl aus dem Jahr 1932 und produziert zusätzlichen Strom für 2700 Haushalte.

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Ein Blick in die Apparatekammer am Anfang des 2 Kilometer langen Reservoirstollens. (Bild: pd)

Ein Blick in die Apparatekammer am Anfang des 2 Kilometer langen Reservoirstollens. (Bild: pd)

Die Erneuerung der Kraftwerkanlagen kosteten rund 63 Millionen Franken, wie das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) am Dienstag mitteilte. Neben der neuen Turbine wurden auch ein Schrägschacht von 740 Metern Länge, ein Reservoirstollen von 1985 Metern, eine so genannte Schwallkammer und zwei Stollen von 240 respektive 180 Metern Länge gebaut.

Das Lungererseewerk in Giswil ist die grösste Stromproduktionsanlage des EWO. Es produzierte bisher jährlich Strom für rund 18'000 Haushalte.

Das Wasser wird gemäss EWO neu mittels "Siphonbetrieb" doppelt zur Energiegewinnung genutzt. Das Wasser aus den Melchtälern gelangt in die neue Turbine in Giswil und wird von da mit Gegendruck in den Lungerersee gepumpt. Dort steht es ein zweites Mal für die Stromproduktion zur Verfügung.

sda