GISWIL: X-mal ins Schwarze getroffen

Bald weiss die ganze Welt, weshalb sie nicht untergegangen ist. Die «Gipfäli-Tungger» haben das Geheimnis am Schmutzigen Donnerstag gelüftet.

Robert Hess
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Die Geschwister Enz als «Gipfäli-Tungger». (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die Geschwister Enz als «Gipfäli-Tungger». (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die Nachricht wird sich von der Schnitzelbank-Hochburg Giswil aus in alle Welt verbreiten. Allerdings haben Hunderte von Besuchern der vielen vollgestopften Beizen wie Siesta, Träumli, Grossteil, Bahnhof oder Zollhaus sowie die Bewohner der Betagtensiedlung d’r Heimä einen bedeutenden Informationsvorsprung. Sie gehörten zu den Glücklichen, die am Schmutzigen Donnerstag die Auftritte der Giswiler Schnitzelbänkler geniessen durften. Dabei packten die Geschwister Enz alias Gipfäli-Tungger den Nicht-Weltuntergang ins Jodellied «Mis chline Veieli» von Adolf Stähli ein. «Ich ha wäg der Schnitzelbänk d’Wält nid la undergha», verkündet Gottvia Gipfäli-Tungger.

Der Solist «Gaggo» trägt die Schnitzelbank im Basler Dialekt vor. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
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Die  Schnitzelbänke von Gaggo (oder Dr. Schorsch Caco), den Bianchineri, den All Arrabiata und den Gipfäli-Tungger erfreuten Hunderte von begeisterten einheimischen und auswärtigen Besuchern. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Bianchineri, eine Gastgruppe aus Küssnacht. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Bianchineri, eine Gastgruppe aus Küssnacht, gibt alles. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
All Arrabiata mit «Lead-Sängerin» Susanne Slanzi. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
All Arrabiata mit «Lead-Sängerin» Susanne Slanzi. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Geschwister Enz als «Gipfäli-Tungger». (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Geschwister Enz als «Gipfäli-Tungger». (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Bianchoneri aus Küssnacht. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Gastgruppe aus Küssnacht, die Bianchoneri. Die ganz Welt tanzt Gangnam-Style. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Geschwister Enz als «Gipfäli-Tungger». (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Gute Stimmung im Betagtenheim. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Gute Stimmung im Betagtenheim. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Gute Laune im Betagtenheim. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Gruppe All Arabiata. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Frontfrau Susanne Slanzi von den All Arabiata. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Der Solist «Gaggo» trägt die Schnitzelbank im Basler Dialekt vor. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Einige Nachwuchssorgen

Selbstverständlich trafen auch die andern Schnitzelbänkler mit ihren träfen Sprüchen x-Mal ins Schwarze. Begehrte «Opfer» waren etwa Florian Ast, Paul Niederberger, die Gemeindehausplanung oder die Polizei. So meinte Susanne Slanzi, Front-Woman der Gruppe All Arrabiata: «Eis chani säge, das isch klar, dr Florian Ast isch der Pflock vom Jahr.» Und später: «Schlaf, Polizii, schlaf, am Himmel ziehd äs Schaf.» Slanzi brachte auch eine Botschaft in eigener Sache an: «D Schnitzelbänker hend liechti Nachwuchssorgä, drum wettid miär rächziitig vorsorgä.» Nach dem Rücktritt der Rätschwyber trat dieses Jahr eine Gruppe weniger auf.

Präsident auf der Gass

Den Hilferuf nahmen die «Bianchineri» auf. Die drei Brüder Büeler aus Küssnacht schlugen ihrerseits die Werbetrommel «und nützt das nichts, de müässt sich halt de d’Susanne eifach la klounä.» «Bianchineri» waren es auch, die «z Luzärn uf dr Gass» Gemeindepräsident Beat von Wyl angetroffen hatten. «Um zwe Stutz» habe er gebeten, aber nicht für einen Joint, sondern für neue Büroräume der Gemeindeverwaltung.

Neben den drei Gruppen ziert seit vielen Jahren auch der Solist «Caco» alias Carlo Bernasconi die Schnitzelbänkler Hochburg Giswil. «Dr Berlusconi wotts wieder wissä, i dr Poltik und au mit de Misse», verkündete der gebürtige Basler in seinem Dialekt.

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