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Giswiler Erinnerungsarbeit wird 20 Jahre alt

Zwei Jahrzehnte ­Heimatkundliche Vereinigung Giswil. Jahre, in denen viel vollbracht wurde. Unter anderem 15 Geschichtsbücher.
Die Mitglieder der Heimatkundlichen Vereinigung Giswil schwelgten in Erinnerungen. (Bilder: PD)

Die Mitglieder der Heimatkundlichen Vereinigung Giswil schwelgten in Erinnerungen. (Bilder: PD)

(pd) Präsident Ludwig Degelo begann an der Jubiläums-Generalversammlung mit der Gründungsgeschichte: «Da trafen sich im Zwirchi ein paar Freunde, unterhielten sich über die einstige Chlus, gründeten zu deren Wiederaufbau einen Verein.» Heute, 20 Jahre später, haben seine Mitglieder in 26 Projekten und 15 Geschichtsbüchern die Geschichte des Dorfes aufgearbeitet. Die Heimatkundliche Vereinigung Giswil (HVG) will der heutigen Generation zeigen, wie die Vorfahren gelebt haben. Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit dem Transkribieren alter Schriften, dokumentieren altes Handwerk, führen fast wöchentlich Besucher zur alten Schlegelsäge, suchen nach Spuren alter Läden und Betriebe. Autoren schildern die Geburt des Skigebietes Mörlialp, führen verblüffte Leser zu sagenumwobenen Höhlen rund um den Giswilerstock, locken ins geheimnisvolle Melchaatobel und zu den längst verschwundenen Ufern des alten Rudenzersees. Oder sie erzählen vom Leben und Schaffen internierter Polen, Italiener und Russen im Kanton Obwalden zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

Gemeinderat Peter Burch glaubte einen Fehler in der Zeitrechnung zu sehen: «Es ist doch nicht möglich, in nur 20 Jahren so viele Geschichten aufzuarbeiten und zu erzählen, dieser Verein muss doch um einiges älter sein.» So wundert es nicht, dass der umtriebige, immer vorwärts schauende Präsident, wie auch der gesamte Vorstand, mit Applaus wiedergewählt wurden.

Das diesjährige Jahresprogramm weckt Vorfreude auf den «Mühlitag» in der alten Schlegelsäge unter dem Motto «Das Gehri brennt», wo auch Sagen und Geschichten erzählt werden. Spannend kündigt sich auch der geplante Ausflug ins Stäfeliloch oder der Besuch im historischen Museum an.

«Giswil lebt eine grosse Erinnerungskultur»

Redner und aufmerksamer Zuhörer: Franz Enderli (ganz links)

Redner und aufmerksamer Zuhörer: Franz Enderli (ganz links)

Gebannt lauschten die Mitglieder den Worten von Alt Landammann Franz Enderli. «Nur erinnerte Vergangenheit hat eine Bedeutung. Kultur und Heimat brauchen Erinnerung. Man muss sich ihr stellen, sie ist Mahnmal und Denkmal zugleich, stiftet kollektive Identität. Das Dorf Giswil lebt eine grosse Erinnerungskultur. Die Heimatkundliche Vereinigung leistet auf kommunaler Ebene grosse Arbeit, die Bedeutung über die Ortsgrenze hinaus erreicht. Zu erreichen ist dies nur mit grosser Arbeit von freiwilligen Helfern. Sie mit verbindlichen Aufträgen, Lob und Anerkennung zu motivieren, ist Aufgabe der Vereinsleitung. Glücklich ist jene Gemeinde, die einen solchen Verein im Dorf hat».

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