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Giswiler Turnhallendach soll Strom liefern

Die Turnhalle 1 muss aussen saniert werden – und soll bei dieser Gelegenheit auch noch eine Fotovoltaikanlage erhalten. Es wäre die erste im Besitz der Gemeinde. Die Giswiler stimmen nun dafür über 100'000 Franken ab.
Matthias Piazza
Auf dem Dach der Turnhalle 1 (im Vordergrund) plant der Gemeinderat eine Fotovoltaikanlage. (Bild: Roger Grütter (Giswil, 1. Mai 2019))

Auf dem Dach der Turnhalle 1 (im Vordergrund) plant der Gemeinderat eine Fotovoltaikanlage. (Bild: Roger Grütter (Giswil, 1. Mai 2019))

Der Strom kommt vom Dach. Ab Herbst ist das keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. Zumindest einen Teil des Stromes, der in der Schulanlage mit ihren rund 400 Schülern gebraucht wird, werden dann die Solarzellen vom Dach der Turnhalle 1 liefern, vorausgesetzt, die Giswiler stimmen an der Gemeindeversammlung vom 16. Mai dem Kredit von 100'000 Franken zu.

Der Gemeinderat will auf 235 Quadratmetern 140 Fotovoltaik-Module auf dem Dach errichten, welche bis zu 42 Kilowatt liefern. «Die Fotovoltaikanlage passt sehr gut zum Bestreben unserer Gemeinde, umweltfreundliche Energie zu fördern und ist auch im Sinne des Labels Energiestadt, welches ja alle Obwaldner Gemeinden tragen», sagt Gemeindepräsident Beat von Wyl zum Bau dieser ersten gemeindeeigenen Solaranlage.

Strom aus der Sonne rechne sich auch finanziell

Die Idee, Solarzellen auf dem Turnhallendach zu montieren, kommt nicht aus heiterem Himmel. «Diesen Sommer werden die Fassade und das Dach der Turnhalle 1 energetisch saniert. Die Gelegenheit erscheint uns günstig, das Dach dabei mit Solarpanels auszustatten», erklärt Beat von Wyl.

Strom aus der Sonne rechne sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell, zumal der Bund 16'910 Franken beisteuere. Die Nettoinvestitionen von 82'588 Franken sind laut Botschaft des Gemeinderates nach etwa 10 Jahren amortisiert. Gerechnet wird mit einer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Gemäss Beat von Wyl sollte es in den nächsten Jahren weitere gemeindeeigene Fotovoltaikanlagen geben. Es gebe aber noch keinen fixen Plan.

Statt des erwarteten Minus gab es ein Plus

Mit einem Überschuss von 788'000 Franken schliesst die Rechnung der Gemeinde des vergangenen Jahres ab. «Ein solch erfreuliches Ergebnis entschädigt für die angespannte Situation der vergangenen Jahre», kommentiert Beat von Wyl das Ergebnis. Dass die Rechnung 1,1 Millionen Franken besser abschliesst als budgetiert (erwartet worden war ein Minus von 358'100 Franken), führt von Wyl auf mehrere Faktoren zurück. «Die Einnahmen im Bereich der Sondersteuern lagen im vergangenen Jahr über den Erwartungen, das dürfte sich aber kaum wiederholen», schränkt er ein. Auch der Finanzausgleich und die Ausgabendisziplin hätten das Ihrige zum erfreulichen Resultat beigetragen.

Im Weiteren stimmen die Giswiler über Gemeindebeiträge an die familienergänzende Betreuung von Kindern im schulpflichtigen Alter ab. Denn 2017 hat der Kanton festgestellt, dass bisher die Beiträge für Kinder im schulpflichtigen Alter fälschlicherweise ausgerichtet wurden, da sich die rechtliche Grundlage nur auf Kinder im Vorschulalter bezieht, worauf der Kanton die Beiträge für Schüler einstellte. Daraufhin hat auch die Gemeinde Giswil ihren Beitrag nicht mehr bezahlt.

Nun will die Gemeinde die Kosten, die sie bis und mit 2017 bezahlt hat, wieder übernehmen. Den ehemaligen Kantonsanteil müssen die Erziehungsberechtigen bezahlen. Gemäss Beat von Wyl sind die geschätzten Kosten von 30'000 bis 40'000 Franken jährlich, welche die Gemeinde übernehmen muss, gerechtfertigt. «Der Bedarf für die ausserschulische Betreuung von Schulkindern ist ausgewiesen.»

Die Rechnung der Kirchgemeinde schliesst mit einem Plus von rund 61000 Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 25'400 Franken. Das bessere Resultat kam unter anderem zu Stande, weil die Restauration der Kirchenbücher aus dem 17. Jahrhundert aus zeitlichen Gründen verschoben wurde, wie es in der Botschaft heisst. Auch fällt der Aufwand bei der sozialen Wohlfahrt tiefer aus als budgetiert.

Gemeindeversammlung: Donnerstag, 16. Mai, 20 Uhr, Kulturhalle/Turnhalle 1, Giswil. – Kirchgemeindeversammlung: Donnerstag, 9. Mai, 20 Uhr, Mehrzweckgebäude.

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