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GLAUBENBERG: Asylzentrum bis 2022 – und was folgt danach?

Der Bund will den Betrieb des Asylzentrums um drei Jahre verlängern. Der Kanton fragt sich derweil, was aus dem Truppenlager später werden soll.
Adrian Venetz
Ein Bewohner des Asylzentrums auf dem Glaubenberg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Ein Bewohner des Asylzentrums auf dem Glaubenberg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Noch immer zeigt sich die Obwaldner Regierung enttäuscht, dass auf dem Glaubenberg kein dauerhaftes Bundesasylzentrum entsteht (wir berichteten). «Der Schutz der Moorlandschaft Glaubenberg wurde bisher weder durch die militärische noch die sportliche Nutzung im Winter oder durch die Nutzung als Bundesasylzentrum beeinträchtigt», doppelt die Regierung an die Adresse von Simonetta Sommaruga nach. Die Einschätzungen des Bundes seien «nicht nachvollziehbar». Wie der Regierungsrat in seiner gestern publizierten Mitteilung weiter festhält – und wie bereits angekündigt wurde –, plant der Bund eine temporäre Verlängerung des Bundesasylzentrums auf dem Glaubenberg um weitere drei Jahre, also bis 2022 statt bis 2019. Dies wäre eine Übergangslösung bis zur definitiven Inbetriebnahme ei­nes Bundesasylzentrums in der Zentralschweiz. Nach heutigem Stand der Dinge soll dieses in Seewen zu stehen kommen.

Mit der Verlängerung des Betriebs auf dem Glaubenberg habe man gerechnet, sagt Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad auf Anfrage. Der Kanton habe nichts dagegen. Erforderlich ist auch die Zustimmung der Gemeinde Sarnen.

Bund soll Hand bieten für künftige Nutzung

Gleichzeitig sei es dem Kanton aber auch ein Anliegen, in die Zukunft zu schauen. Konkret geht es um die Frage: Was soll nach 2022 aus dem Truppen­lager auf dem Glaubenberg werden? Die Armee zieht sich dort nämlich bald zurück, und zwar für immer. Grundstück und Infrastruktur gehören dem Bund. «Wir wollen gemeinsam mit dem Bund nach künftigen Lösungen suchen», so Amstad. Auch wegen des Themas Moorschutz sei die Zusammenarbeit mit dem Bund unerlässlich. «Was dort entstehen kann, ist noch völlig offen», so Amstad.

Die Regierung hat nun das Volkswirtschaftsdepartement in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Raumentwicklungsdepartement beauftragt, alternative Nutzungsmöglichkeiten zu suchen. «Es sollte auch im Interesse des Bundes sein, die bisherigen militärischen Infrastrukturen trotz Standort im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler einer langfristigen und sinnvollen Nutzung zuzuführen», hält der Kanton fest.

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