GLAUBENBERG: Kanton zieht positive Bilanz nach Notbetrieb des Asylzentrums Glaubenberg

Nach einem Augenschein vor Ort ziehen die Verantwortlichen des Kantons Obwalden ein positives Fazit zur bisherigen Nutzung des Truppenlagers Glaubenberg in Sarnen als Bundeszentrum für Asylsuchende. Die Zusammenarbeit mit dem Bund habe sich eingespielt.

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Das Truppenlager auf dem Glaubenberg wird derzeit als Asylunterkunft des Bundes genutzt. Das Bild entstand wenige Tage nach der Eröffnung im November 2015. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Das Truppenlager auf dem Glaubenberg wird derzeit als Asylunterkunft des Bundes genutzt. Das Bild entstand wenige Tage nach der Eröffnung im November 2015. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Die Truppenunterkunft auf dem Glaubenberg wird seit November 2015 als Bundeszentrum für Asylsuchende genutzt. Nun hat eine Delegation des Kantons das Asylzentrum besucht. Vertreter des Staatssekretariats für Migration (SEM) und des Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) orientierten die Delegation über den Betrieb in den vergangenen sechs Monaten. Nach der sechsmonatigen Notbelegung der Truppenunterkunft bewerten die Verantwortlichen des Kantons die Zwischenbilanz positiv.

Zusammenarbeit funktioniert

Denn die Zusammenarbeit der Betreiber des Bundesasylzentrums mit verschiedenen Partnern habe sich eingespielt, heisst es in der Medienmitteilung des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons Obwalden. Die verschiedenen Polizeieinsätze im Zusammenhang mit dem Zentrum hätten rasch und koordiniert vollzogen werden können, im Zentrum sei eine Gesundheitsstation für Abklärungen vor Ort unter der Leitung einer Pflegefachperson eingerichtet worden und die durch ein Konsortium der im Glaubenberg tätigen Wirte organisierte Verpflegung funktioniere gut.

Weiter seien Beschäftigungsporgramme für die Asylsuchenden innerhalb und ausserhalb des Bundeszentrums angelaufen und die Asylsuchenden in den Betreib eingebunden indem sie diverse Aufgaben übernehmen. Seit Anfang Mai läuft das gemeinnützige Beschäftigungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sarnen.

Der Delegation, welche das Zentrum besuchte, gehörten die aktuelle Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements sowie der künftige Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements, der Obwaldner Nationalrat sowie der Ständerat und der Kommandant der Kantonspolizei an.

Parallelnutzung mit Militär startet Ende Juni

Zu Beginn wurden im Notbetrieb die Kapazitäten von bis zu 400 Asylsuchenden ausgeschöpft. In den letzten Monaten ist die Belegungszahl gesunken. Die Notbelegung ist nun in die dreijährige Nutzung für maximal 240 Asylsuchende im Parallelbetrieb mit dem Militär übergegangen, wie in der ursprünglichen Vereinbarung
zwischen dem SEM, dem VBS und der Gemeinde Sarnen vorgesehen. Die Umbauarbeiten für einen vollständig getrennten und eigenständigen Betrieb seien abgeschlossen, teilt das Sicherheits- und Justizdepartement am Montag mit. Ende Juni startet die erste militärische Belegung im Parallelbetrieb.
 

pd/spe