GLAUBENBERG: Regierungsrat setzt sich für Schiessplatz ein

Der Regierungsrat setzt sich beim Bundesrat für den Weitererhalt des Schiessplatzes Glaubenberg mit der Truppenunterkunft ein. Eine Schliessung berge nebst Einbussen für die Region auch Nachteile für die Armee.

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Im November 2013 wurde bekannt, dass die Armee ihre Zukunft ohne das Truppenlager Glaubenberg plant. (Bild: Keystone)

Im November 2013 wurde bekannt, dass die Armee ihre Zukunft ohne das Truppenlager Glaubenberg plant. (Bild: Keystone)

In seiner Stellungnahme ersucht der Regierungsrat den Bundesrat, von einer vollständigen Schliessung der Anlagen auf dem Glaubenberg abzusehen. Wie die Obwaldner Staatskanzlei in einer Mitteilung weiter schreibt, begrüsst der Regierungsrat, dass der Flugplatz Alpnach und der Standort der Militärpolizei in Sarnen mit 150 Vollzeitstellen und Ausbildungsplätzen für Lernende beibehalten werden soll. Gleichzeitig setzt er sich dafür ein, dass der Bundesrat die geplante Schliessung des Schiessplatzes Glaubenberg mit der Truppenunterkunft nochmals überprüfe, heisst es.

Das Stationierungskonzept der Armee siehe vor, den Schiessplatz Glaubenberg mit der dazugehörenden Truppenunterkunft mit 710 Plätzen zu schliessen. Das hätte für den Kanton, die Gemeinde Sarnen und das lokale Gewerbe erhebliche Konsequenzen. Neben den direkten Lieferungen aus den jährlich gut 40'000 Übernachtungsbelegungen, der Frequentierung von Gastgewerbebetrieben sowie aus den Beiträgen an den Strassenunterhalt wären namentlich auch zivile Nutzer wie die Organisation des Jugend-Langlauflagers von einer Schliessung direkt betroffen.

Aus mititärischer Sicht unattraktiv

Aus militärischer Sicht sei nach Meinung des Regierungsrats zu berücksichtigen, dass nach der Schliessung des Schiessplatzes im Raum der Territorialregion 2 nur noch wenige geeignete Schiessplätze bestehen würden. Die künftig dieser Territorialregion unterstellten Bataillone und die vermehrt dienstleistenden Formationen der Luftwaffe in Emmen und Alpnach müssten für ihre infanteristische Ausbildung lange Verschiebungswege in Kauf nehmen. Dies würde Obwalden aus militärischer Sicht für Dienstleistungen respektive militärische Truppenbelegungen unattraktiv machen.

Der Regierungsrat ersucht daher den Bundesrat, auf seinen Schliessungsentscheid zurückzukommen. Sollte der Bundesrat an der Schliessung festhalten, werde sich der Regierungsrat für eine Nachfolgelösung einsetzen. Er schlägt in seiner Stellungnahme an den Bundesrat vor, zusammen mit dem Bund eine Arbeitsgruppe zu bilden, um eine Nachfolgelösung zu suchen und verschiedene Fragen zu klären.

pd/kst