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GLAUBENBERG: Staatssekretariat für Migration möchte «Transparenz schaffen»

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) organisiert am Samstag einen Informationstag im Bundesasylzentrum Glaubenberg. Nicht zum ersten Mal. Wir fragen bei Martin Reichlin, stellvertretender Kommunikationschef, nach den Beweggründen.
Oliver.mattmann@obwaldnerzeitung.ch
Martin Reichlin, stellvertretender Leiter Kommunikation beim Staatssekretariat für Migration (SEM). (Bild: PD)

Martin Reichlin, stellvertretender Leiter Kommunikation beim Staatssekretariat für Migration (SEM). (Bild: PD)

Martin Reichlin, das Bundesasylzentrum auf dem Glaubenberg ist seit November 2015 geöffnet, es gab schon öffentliche Rundgänge. Weshalb nun nochmals ein Infotag für die Bevölkerung?

Wir sind interessiert an einem guten Austausch mit den lokalen Behörden und der Bevölkerung. Dazu gehört auch, dass wir den Leuten Gelegenheit geben, einen persönlichen Einblick ins Asylzentrum zu erhalten. Es ist ja kaum so, dass alle Interessierten den Termin im Vorjahr wahrnehmen konnten.

Also haben keine bestimmten Reaktionen von aussen zu diesem Infotag geführt?

Nein. Solche «Tage der offenen Türe» gehören zu unserem Konzept. Wir wollen Transparenz schaffen. Der Bürger und damit Steuerzahler hat ein Anrecht zu wissen, wie so ein Betrieb funktioniert und was es dafür braucht.

Dennoch: Das Zentrum auf dem Glaubenberg ist mit aktuell rund 130 Bewohnern nur gut zur Hälfte ausgelastet. Muss der Bund die Daseinsberechtigung rechtfertigen?

Tatsächlich sind in den vergangenen Monaten weniger Asylsuchende in die Schweiz gekommen. Der Bund hat deshalb vor allem vorübergehende, dezentrale Unterkünfte etwa in Zivilschutzanlagen aufgelöst. Doch im Asylbereich weiss man um die schwankenden Zahlen, die rasch wieder ansteigen können. Darauf müssen wir gewappnet sein, letztlich haben wir einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Deshalb sind wir froh um die Zentren mit einem eingespielten Betrieb, so wie dies auf dem Glaubenberg der Fall ist.

Die Laufzeit des Zentrums auf dem Glaubenberg ist auf 2019 beschränkt. Wird dem so bleiben?

Aktuell stützt sich das Zentrum auf dem Glaubenberg auf einen Gesetzesartikel, der eine dreijährige Laufzeit abdeckt. Eine Verlängerung geht nur mit Zustimmung von Kanton und Gemeinde. Möglicherweise wird es als Übergangslösung dienen, bis ein definitives Bundesasylzentrum für die Zentralschweiz in Betrieb geht. Das ist aber noch offen.

Interview: Oliver Mattmann

oliver.mattmann@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Bundesasylzentrum Glaubenberg: Informationstag am Samstag, 23. September, 11 bis 15 Uhr. Führungen, Infostände, Imbiss. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Autofahrer benutzen Parkplatz Langis.

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